GPS-gestützte Fahrwerksmessung im Rallyeeinsatz bei Dakar 2007

GPS-gestützte Fahrwerksmessung im Rallyeeinsatz bei Dakar 2007

Die Rallye Dakar stellt im Motorsport eine der härtesten Belastungen für Mensch und Maschine dar. Um hier bestehen zu können, gilt es sein Fahrzeug optimal auf die herrschenden Bedingungen vorzubereiten. Gerade das Fahrwerk ist hier die mit am meisten geforderte Fahrzeugkomponente und entscheidet mit über Erfolg oder Niederlage. Für die Rallye-Trucks der Firma GINAF hat der Fahrzeugsystementwickler VSE das vollhydraulische Fahrwerk DTS (Dynamic Truck Suspension) ...

...entwickelt, dass den Hydraulikdruck für jedes Rad einzeln steuert. Die dafür notwendigen Messdaten erhält die CPU der Hydrauliksteuerung von verschiedenen Sensoren. Um die Performance der DTS zu erhöhen, müssen die Kennlinien der Sensoren korrigiert und das dynamische Verhalten des Fahrwerks genauestens analysiert werden. Für die in Europa und Afrika stattfindenden Fahrversuche wurde daher ein extrem robustes Messgerät gesucht, dass den mechanischen Belastungen des Versuchs standhält, und folgende Anforderungen erfüllt:

  • Messung analoger Signale mit Abtastraten von bis zu 100kHz / Kanal
  • Aufnahme der Messdaten aus dem Fahrzeug CAN-Bus
  • Freie Echtzeitverrechnung analoger Kanäle untereinander und mit Messdaten aus dem Fahrzeug CAN-Bus
  • Aufnahme von GPS-Daten synchron zu den analogen und CAN-Bus Daten
  • Geeignet für den Einsatz in staubiger Umgebung mit starker Beschleunigungsbelastung
  • PC-loser autarker Messgerätebetrieb mit Selbststartfunktion
  • Messung von Spannungen, Drücken und Bewegungen am Rad
  • Speicherung der Messdaten auf einer robusten Solid State Wechselfestplatte
  • Umfangreiche Offline-Analyse der Messdaten

Die Lösung dafür bietet ein Kompaktmessgerät der C-Serie. Damit können analoge Kanäle mit bis zu 100kHz abgetastet und mit dem Echtzeit-Verrechnungstool OnlineFAMOS weiterverarbeitet werden. So werden die analogen Signale der für die Analyse des Fahrwerks zusätzlich montierten Druck- und Bewegungssensoren in Echtzeit kennlinienbereinigt und fertig skaliert ausgegeben. Gleichzeitig werden über das CAN-Bus Interface des C-Seriengerätes die Fahrzeugmessdaten aus dem CAN-Bus ausgelesen. Zu diesen Daten gehören auch die Messdaten der Druck- und Bewegungssensoren des DTS, die dann ebenfalls in OnlineFAMOS zur Verrechnung zur Verfügung stehen. Damit stehen sowohl die Messdaten der Sensoren zur Verfügung, die von der CPU des DTS für die Berechnung der Hydraulik-Steuerung genutzt werden, als auch die hochaufgelösten Messdaten der zusätzlichen Sensoren, die mit dem C-Seriengerät aufgezeichnet wurden. Auf diese Weise können Kennlinienkorrekturen für die jeweiligen Sensoren durchgeführt werden und die CPU-Steuerung der Hydraulik besser auf das dynamische Verhalten des Fahrwerks abgestimmt werden.


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