imcSetup: Das adaptive Konfigurations-Werkzeug von imcStudio
Darstellung und Bedienung an eigene Bedürfnisse anpassen
Eine Tabellendarstellung der System-Konfiguration bildet die Basis von imcSetup. Sie bietet schnellen Überblick und gute Strukturierbarkeit und ermöglicht auf intuitive Weise eine einfache Anpassung an individuelle Bedürfnisse bzw. Applikationsspezifische Anforderungen. Tabellen-Zellen stellen übersichtlich die aktuell gewählten Einstellparameter dar und bieten beim direkten Klick sofort ein passendes Popup Menü zur Auswahl der möglichen Optionen an.
Neben der kompakten Tabelle gibt es eine alternative Herangehensweise: geführt durch eine Reihe von strukturierten Menüs, orientiert am „Signalfluss“, führt sie den weniger erfahrenen Anwender sicher und vollständig durch alle notwendigen Einstell-Schritte; für einzelne oder mehrfach selektierte Kanäle.
Angepasste Komplexität
Das Konzept der „angepassten Komplexität“, bereits angedeutet in diesen beiden alternativen Präsentationsweisen, wird von imcStudio auf eine universelle Weise erweitert: Sichtbarkeit, Position, Bezeichnungen und Strukturierung (Zusammenfassung) der Parameter können durch den Anwender durch simples drag&drop seinen Bedürfnissen angepasst werden. Das heisst, die Konfigurations-Tabelle kann „zurechtgeschneidert“ werden durch- Verbergen von nicht relevanten (weil im aktuellen Zusammenhang unveränderlichen) Parametern in der Tabellenansicht
- Sortieren der Tabelle, also Anordnen der Kanal-Zeilen, sowie Filtern (Verbergen) nach Inhalten der Parameterspalten
- Gruppieren von mehreren funktionell zusammengehörigen Parametern zu einer Einheit
- Definition von ausgewählten Werte-Kombinationen mehrerer Parameter, denen dann beliebige Namen zugeordnet werden können. Somit eine bedienerfreundliche Einschränkung einer (fehlerträchtigen) Vielzahl von Einstellkombinationen auf die allein nötigen bzw. relevanten.
Die Konfigurations-Tabelle: genau die Einstell-Parameter die ich persönlich brauche
Das Tabellenkonzept, vertraut aus vielen Messtechnik- und auch Büro-Anwendungen, ist sofort intuitiv zu erfassen: jede Zeile repräsentiert einen Kanal, die Spalten die verschiedenen Einstell-Optionen und einzelne Zellen schliesslich die konkrete Wahl. imcStudio erlaubt dem Benutzer nun, Tabellenspalten beliebig zu ordnen oder zu verbergen, wenn diese nicht konkret benötigt werden. So sind stets nur genau so viel Informationen sichtbar wie nötig, diese jedoch so übersichtlich und kompakt wie möglich. Und da es für „die“ optimale Auswahl bekannterweise keine universelle Regel gibt, kann diese „Konfektionierung“ stets auf neue individuell gestaltet werden, angepasst an den Benutzer und die Anwendung.Einstellparameter die verborgen werden sollen, weil sie nicht verändert werden brauchen, benötigen selbstverständlich wohldefinierte Vorgabewerte (defaults). Eine sehr einfach zu bedienende aber trotzdem ausgesprochen flexible und mächtige Funktion erlaubt dies: Die Einstellungen eines selektierten Kanals und zwar auch jene, welche verborgen werden sollen, können als Vorgabewerte für alle oder aber für eine spezielle Klasse von Kanälen definiert werden, etwa aller Kanäle gleichen Typs.
So erreicht man volle Kontrolle auch über die verborgenen Eigenschaften der Kanäle bzw. des Systems, die im Hintergrund stets erreichbar bleiben und jederzeit zurück in den Fokus gebracht werden können.
Selektive Kanal-Ansicht: Sortieren und Filtern
Nach der Auswahl der relevanten Eigenschaften (Spalten) und ihrer Anordnung, können weitere Verfeinerungen der selektiven Ansicht vorgenommen werden bezüglich der Sortierung und dem Verbergen von Kanal-Zeilen: Wie von üblichen Tabellen-Darstellungen gewohnt, kostet das Sortieren nach den Inhalten einer Spalte (aufwärts oder abwärts) nur einen einzigen Klick. Entsprechend können Filter gesetzt werden, die nach frei zu definierenden Kriterien bestimmte Kanalzeilen ausblenden, und zwar auf zwei Arten: Zunächst kann für jede Spalte ein einfaches Auto-Filter eingestellt werden, das eine logische Filterbedingung definiert, wie z.B. Anzeige nur jener Kanäle die in der Messmodus-Spalte als Brückenkanäle konfiguriert wurden. Darüber hinaus erlaubt es ein noch universellerer Filter-Editor auf interaktive Weise einen ganzen Satz von Filtern zu definieren. Diese komplexen logischen Ausdrücke können mehrere Parameter (Spalten) verknüpfen und ermöglichen damit eine sehr selektive Auswahl. Einmal formuliert, kann ein solches Filter bei Bedarf einfach mittels „Häkchen“ aktiviert werden. Eine Technik, die es erleichtert, auch bei umfangreichen Systemen mit Hunderten von Kanälen stets volle Kontrolle und Übersicht zu behalten.Geführte Konfigurations-Menus: die Tabs
Neben der direkten Auswahl von Konfigurations-Parametern innerhalb der Übersichtstabelle gibt es einen alternativen Zugang zur System-Einstellung über “komfortablere” strukturierte Einstellmenüs. Diese sind, orientiert am Signalfluss; in mehrere Registerkarten (Tabs) untergliedert. Sie führen den Benutzer systematisch durch alle relevanten Einstellungen, beginnend bei Namensgebung, Kommentierung, Skalierung und Parametrierung der Signalkonditionierung, über Filterung, Vorverarbeitung und Trigger-Einstellung bis hin zu Optionen der Datenspeicherung.Beide Zugänge, Übersichtstabelle und geführte Menüs stehen stets gleichzeitig zur Verfügung und können wahlweise verwendet werden. Beide Methoden erlauben Mehrfachselektion von Kanälen, die dabei auch nicht benachbart oder gleichartig sein brauchen, was besonders in Verbindung mit den intelligenten Filteransichten eine sehr komfortable und sichere Bedienung erlaubt.
Globale System-Konfiguration
Diese Kombination von kompakter Tabelle und geführten Registerkarten-Menüs wird konsequent in imcSetup verwendet. Im Zusammenhang mit Geräteauswahl und globaler System-Konfiguration listet die Tabelle etwa alle im Netzwerk zur Verfügung stehenden Geräte, während die zugehörigen Menüs globale System-Optionen wie Datenspeicherung, Geräte-Synchronisation oder Selbststart-Timing abdecken.Eine weitere Registerkarte ist der Konfiguration von System-Triggern gewidmet: Eine Vielzahl von Triggern kann definiert werden, die jeweils völlig unabhängig die Messung von beliebig zugeordneten Kanälen startet bzw. stoppt. Geradezu unbegrenzte Möglichkeiten ergeben sich aus dem hier realisierten System: Ein Trigger wird gebildet aus der logischen Verknüpfung von einem oder mehreren „Ereignissen“. Diese Ereignisse, Schwellwert oder Bereichs-Bedingungen, lassen sich aus sämtlichen Kanälen des Systems ableiten, auch aus virtuellen, berechneten Kanälen des integrierten Echtzeitsystems „online FAMOS“. Ereignisse einer beliebigen Gruppe von Kanälen können dabei als Start- oder Stop-Trigger die Messung einer beliebigen anderen Gruppe von Kanälen steuern.
Geräte Konfiguration auch „offline“
Da die sorgfältige Vorbereitung einer Messung mitunter ein langwieriger Prozess ist, u.U. räumlich getrennt vom eigentlichen Mess-System, das nicht ständig zur Verfügung steht, oder auch in Kooperation von mehreren Beteiligten, ist es von nicht unerheblicher Bedeutung, dass die Konfiguration auch ohne ständig verbundenes Gerät durchgeführt werden kann. Die Eigenschaften eines einmal exemplarisch identifizierten Geräts werden in der Konfigurationsdatei integriert und machen diese damit portabel und „offline“ bearbeitbar.
Autor: Nils Becker
Erstellt: 25.06.2010
Geändert: 25.06.2010
Erstellt: 25.06.2010
Geändert: 25.06.2010
