Heute schon auf den Bus der Zukunft aufspringen:

imc integriert CAN FD in Messsysteme

Um bereits heute für die Zukunft gerüstet zu sein, erweitert die imc Meßsysteme GmbH ihr Portfolio an Schnittstellen für Feld- und Fahrzeugbusse um den neuen CAN FD-Bus. Das imc CAN FD-Interface steht ab sofort für alle imc Messgeräte zur Verfügung. Es ist mit zwei unabhängigen und isolierten CAN-Knoten ausgestattet, die sowohl im CAN FD als auch im klassischen Standard CAN-Modus betrieben werden können.

Typische Einsatzbereiche des neuen imc CAN FD-Interface finden sich vor allem in der Automobilindustrie, die auf Grund des steigenden Datenaufkommens schnellere Bussysteme benötigt. Als Erweiterung des klassischen Standard CAN-Protokolls bietet CAN FD schnellere Datenraten und höhere Buskapazitäten bei weitgehend gleicher Funktionsweise. CAN FD stellt damit eine robuste und kostengünstige Alternative zu FlexRay dar.

Dazu Martin Riedel, Leiter des technischen Produktmarketings der imc Meßsysteme GmbH: „Den Einsatz von CAN FD in zukünftigen Fahrzeugen halte ich für sehr wahrscheinlich. Zum einen lassen sich darüber Engpässe bei der Buslast lösen und zum anderen die Gesamtanzahl an benötigten physikalischen CAN-Bus-Netzen reduzieren. Klassische CAN-Netze wird es jedoch sicherlich noch lange Zeit parallel geben, da eine Umstellung immer bedingt, dass alle Teilnehmer am CAN-Bus das erweiterte Protokoll unterstützen: Ansonsten kommt es zu Bus-Fehlern. Für modernes Test-Equipment bedeutet das, dass es beide Modi unterstützt muss.“

Mit der Möglichkeit das imc CAN FD-Interface per Software zwischen klassischem und schnellem CAN FD-Betrieb umzuschalten, sind imc Kunden für die Zukunft bestens gerüstet, ohne die Gegenwart zu vernachlässigen. So kann das Interface weiterhin an allen konventionellen Standard CAN-Topologien eingesetzt werden und profitiert gleichzeitig von modernster Technologie.

Das macht sich insbesondere in einer gesteigerten Prozessorleistung bemerkbar, die mehr Reserven bei der Live-Dekodierung von CAN-Kanälen bietet und das auch im Standard-CAN-Betrieb. Soll der CAN-Datenverkehr nicht nur in einem einfachen Protokoll-Kanal (Dump) mitgeschrieben, sondern einzelne Kanäle live dekodiert werden, so ist Rechenleistung erforderlich. Die so gezielt dekodierten Kanäle können zu speichernde Datenmengen auf das tatsächlich benötigte Maß reduzieren. Außerdem sind sie direkt auf reale physikalische Größen und Einheiten skaliert. Die Kanäle können so in Echtzeit ausgewertet, verrechnet und analysiert werden, etwa direkt auf einem imc Gerät mit imc Online FAMOS oder PC-basiert mit imc Inline FAMOS.

Zusätzlich kann das imc Interface auch als Gateway von CAN auf CAN FD fungieren, da an einem Knoten ein klassisches CAN- und dem zweiten ein CAN FD-Netz angeschlossen werden kann. Beide Knoten können sowohl Botschaften senden wie auch empfangen. In Verbindung mit der Echtzeitplattform imc Online FAMOS ermöglicht das sogar eine Restbussimulation: Das imc System kann auf eingehende Botschaften automatisch reagieren und Antworten von noch nicht vorhandenen Busteilnehmern simulieren, in dem es entsprechende Botschaften sendet. Über ein optionales Packet werden dabei auch höhere Protokolle wie CCP, XCP, KWP2000, OBD-2 zur Kommunikation unterstützt. 

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