• imc CANSAS-SENT

Messmodul für digitale SENT-Sensoren mit CAN-Ausgang

imc CANSAS-SENT

Die Automobilindustrie hat seit jeher moderne Mess-und Sensortechnik eingesetzt und forciert die Substitution von herkömmlichen analogen Sensoren hin zur kostengünstigen digitalen Daten-Übertragung im Fahrzeug. Mit der Einführung des SENT-Protokolls wird die Sicherheit bei der Übertragung der Daten vom Sensor zur Auswertung in der ECU erhöht.

imc CANSAS-SENT auf einen Blick:

  • Gateway von SENT auf CAN
  • Unterstützt alle Sensoren mit SENT-Ausgang 
  • 8 isolierte SENT-Eingänge, die gegeneinander und gegen Gehäuse/Erde isoliert sind 
  • Unterstützung schneller und langsamer Kanäle  
  • Pro SENT-Kanal können bis zu vier schnelle Kanäle aufgenommen werden
  • imc CANSAS ist Teil einer universellen Messmodulfamilie mit CAN Ausgang
  • Die imc CANSAS-Software bietet komfortable Einstellmöglichkeiten  

 

Übersicht

robust, ökonomisch, unkompliziert

imc CANSAS-SENT ist ein vielseitiges, flexibles und kostengünstiges Gateway, welches einen direkten und sehr einfachen Zugang zu SENT Sensoren in verschiedenen Anwendungen bietet. Einmalig im Markt, macht es SENT-Sensoren direkt zugänglich für jedes Datenerfassungs-, Erprobungs- oder Automatisierungssystem, welches die Aufnahme von CAN-Daten unterstützt. Der Vorteil: So können SENT-Sensoren nahtlos in ein Messsystem mit verschiedensten Signalen integriert werden - zusammen mit analogen Signalen, anderen Fahrzeug-Bussen und digitaler I/O. Besonders Hersteller von SENT-Sensoren, können erheblich von dem neuen imc CANSAS-SENT-Modul profitieren. Das Modul ist ein unkompliziertes Werkzeug, das Erprobungsprozesse von Sensoren genauso unterstützt wie Entwicklungs- und Testphasen von ECUs / Steuergeräten. Als Mitglied der imc CANSAS-Familie, ist das Modul optimal ausgelegt, um mit Datenerfassungssystemen wie imc BUSDAQ, imc CRONOSflex oder imc C-SERIE zusammenzuarbeiten.

SENT-Protokoll

Infos zum SENT-Protokoll

SENT steht für Single Edge Nibble Transmission. SENT ist eine relativ neue digitale Schnittstelle für intelligente aktive Sensoren mit interner Digitalisierung und zielt auf einen kostengünstigen und flexiblen Ersatz konventioneller analoger Sensoren ab. Ziel der Einführung des SENT-Protokolls war eine Erhöhung der Robustheit/Qualität und Verringerung der Komplexität bei der Übertragung der Daten vom Sensor zur Auswertung im Steuergerät (ECU). Momentan wird das SENT-Protokoll hauptsächlich in der Automobilbranche benutzt. Weitere Anwendungen außerhalb des Fahrzeuges sind durchaus denkbar.
 

  • Das SENT-Protokoll (J 2716) ist ein offener Standard, der 2008 von der Society of Automotive Engineers (SAE) freigegeben wurde
  • Relativ kompaktes, preiswertes und einfaches Protokoll mit drei Drähten - Versorgungsspannung = 5V; Signalspannung L<0,5 V, H>4,1 V und Ground. Die Leitungen sind ungeschirmt und unverdrillt
  • Gerichtete, einseitige Verbindung zwischen Sender und Empfänger
  • Mithilfe des Transport-Protokolls wird pro Impuls eine Datenmenge von 4 Bits (= ein „Nibble") übertragen, wobei die Impulse nur anhand der fallenden Flanken ausgewertet werden - daher die Bezeichnung „Single Edge". Der Informationsinhalt (Datenwert der Nibbles) wird über die Impulslänge kodiert.
    Die Messdatenrate beim SENT-Protokoll hängt von zwei Faktoren ab:
    1. Von der „Ticklänge“: Diese kann zwischen 3µs -90µs variieren. Die Ticklänge stellt eine Basiszeiteinheit dar die vorher auf einen Wert festgelegt werden muss
    2. Vom „pause pulse frame“, der den Abstand zwischen den Frames festlegt
  • Ein Datenpaket umfasst 24bit (6 Nibbles) für die Messdaten und 8 bit (2 Nibble) für Fehlererkennung, Status und Kommunikation. Die primären Messdaten werden in den FAST Kanälen übertragen. Informationen wie z.B. Sensorhersteller, den verwendeten Sensor, Kalibierwerte und die Konfiguration werden in den SLOW Kanälen übertragen
  • Die SLOW Kanäle werden dabei seltener übertragen als die FAST Kanäle

Ausführliche Informationen zu SENT können u.a. auf der SAE-Seite bezogen werden.

Rückwirkungsfreies Mithören

Rückwirkungsfreies Mithören

Eine Besonderheit stellt das „rückwirkungsfreie Mithören“ dar: Ein SENT-Sensor, der zum Messen mit imc CANSAS-SENT benutzt werden soll, kann bereits verbaut und mit einem Empfänger verdrahtet sein. Dann ist der SENT-Sensor mit einem anderen Gerät verbunden, das den Eingangsschaltkreis nach SAE J2716 aufweist und auch bereits den SENT-Sensor versorgt. Dieses andere Gerät ist im Fahrzeug typisch ein Steuergerät, z.B. das Motorsteuergerät (ECU).

Wenn der Sensor bereits mit dem Motor-Steuergerät betrieben wird, so darf nach SAE J2716 nicht einfach ein weiterer SENT-Eingangsschaltkreis parallel geschaltet werden. Deshalb wird beim rückwirkungsfreien Mithören hochohmig abgegriffen, eben nur gelauscht, aber nicht beeinflusst. Damit kann das imc CANSAS-SENT Modul auch bei einem regulär verbauten und regulär zur Motorsteuerung benutzten SENT-Sensor eingesetzt werden.

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