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FAQ - Häufig gestellte Fragen

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Kann ich über den Ethercat verschiedene Produktgruppen verbinden?

Sie können ein imc CRONOScompact mit einem imc CRONOSflex Verstärker verbinden.

Ein imc CRONOScompact hat einen EtherCAT Master Out Anschluss.

Diesen Anschluss können sie mit einen imc CRONOSflex Verstärker Anschluss IN (Ethercat) auf der Rückseite verbinden.

Die Verstärkermodule werden dabei automatisch erkannt und können wie ein Verstärkereinschub benutzt werden.

Das Basisgerät (z.B. CRFX 2000G) kann nicht mit einem imc CRONOScompact über Ethercat verbunden werden.

Außerdem:

Mit dem Feldbus Modul EtherCAT Slave Interface (imc ECAT-Slave-IF) ist der Einsatz von imc CRONOSflex oder imc CRONOScompact in einem Automatisierungssystem mit EtherCAT-Feldbus möglich.

Über das Interface wird das komplette imc CRONOS Gerät als Slave-Modul in den EtherCAT Feldbus eingebunden, welcher von einem externen EtherCAT Master betrieben wird.

Damit sind Daten aus dem imc Messgerät innerhalb eines EtherCAT Systems verfügbar und es wird eine Integration des Geräts in andere System-Umgebungen möglich.

Mein imc STUDIO 5.0R3 Build 2015-12-15 führt keine Scripte mehr aus, was muss ich tun?

Fehlermeldung: "Scripte können nicht mehr ausgeführt werden und verursachen eine Fehlermeldung"

Grund für dieses Problem ist, dass auf dem Rechner die Umgebungsvariable "Platform" gesetzt ist. Wenn diese Umgebungsvariable nicht gesetzt ist, tritt der Fehler nicht auf. Zur Behebung des Problems bieten wir Ihnen auf Anfrage einen Patch "ScriptingPlatform". Dieser Patch tauscht eine bestimmte DLL aus. Diese Fehlermeldung ist in vorherigen imc STUDIO Versionen nicht aufgetreten.

Bitte wenden Sie sich mit diesem Problem an unsere Hotline.

(ref.IT#24117)

Wie kann ich feststellen ob die USV in meinem Messgerät defekt ist?

Bitte schalten Sie das imc Messgerät ein und simulieren Sie einen Stromausfall. 

Wenn das Gerät nach der eingestellten USV-Zeit +5 Sekunden herunterfährt ist die Funktion der USV gegeben.

Geht das Gerät vorher aus, ist entweder der Akku der USV nicht lange genug geladen worden oder die USV ist defekt.

Um das Messgerät zu laden, hängen Sie das Messgerät für 6h im eingeschalteten Zustand an das Stromnetz.

Anschließend können Sie wieder den Stromausfall simulieren.

Mein imc STUDIO 3.0 hat einen Fehler bei der Installation, was muss ich tun?

Die Ursache des Problems ist ein Update des .Net-Franmeworks von Microsoft.

Beim Auftreten des Fehlers "imcStudio Compiler funktioniert nicht mehr" die Installation weiter fortsetzen, also die Meldung "imcStudio Compiler funktioniert nicht mehr" mit "Programm schließen" beenden, die daraufhin angezeigte MessageBox mit "OK" schließen und bis zum Ende des Setups warten.

Nach Abschluss des Setups die Eigenschaften der imc STUDIO Desktop-Verknüpfung öffnen und die Eigenschaften von "Ziel" und "Ausführen in" wie folgt, inkl der "", ändern:

  • Ziel: "C:\Program Files (x86)\imc\imcStudio_3_0_R4\TWorks3.exe" -a "C:\ProgramData\imc\imcStudio\Applications\_1\"
  • Ausführen in: "C:\Program Files (x86)\imc\imcStudio_3_0_R4"

Wie kann ich analoge Messkanäle auf dem CAN-Bus ausgeben?

Sollte das Gerät für Online FAMOS Professional freigeschaltet sein, ist das relativ einfach per drag&drop über den CAN-Assistent zu erledigen:
Dazu zunächst eine neue Sendebotschaft anlegen (1) und dann den entsprechenden Kanal (2) nach links auf die erstellte Sendebotschaft (3) ziehen.

Nur mit Online FAMOS muss folgendes im CAN-Assistenten eingestellt werden:
Eine neue Sendebotschaft für den Knoten anlegen (wie oben), dann einen Kanal in die Botschaft einfügen (1). Bei mehreren Kanälen unbedingt auf das Startbyte achten (2).

Anschließend erscheint im Online FAMOS ein neuer Befehl „SendMessage_Botschaft_001“, mit dem die zu sendenden Kanäle ausgewählt werden können. Festzulegen ist hier zunächst die Betriebsart (z.B. "zyklisch senden") und dessen Parameter. Bei "zyklisch senden" ist das der Sendetakt in Sekunden. Die weiteren Parameter sind die Platzhalter für die Kanäle, welche über CAN versendet werden sollen. Fügen Sie dort Ihre analogen Eingangskanäle ein.

Mein imc Messgerät funktioniert nicht korrekt, wie kann ich die Fehlerursache eingrenzen?

Bitte speichern Sie ihr Experiment ab, starten Sie den Rechner und das Messgerät neu.

Tritt der Fehler immer noch auf, erstellen Sie ein komplett neues Experiment und schalten Sie einige Kanäle des Messgerätes aktiv. Starten Sie anschließend die Messung. 

Funktioniert die Messung mit dem neuen Experiment, liegt die Ursache häufig an Fehlern im Experiment. Bitte kontrollieren Sie die letzten Änderungen an ihrem Experiment und kontaktieren Sie bei Bedarf die Hotline.

Funktioniert die Messung auch mit dem neuen Experiment nicht, könnte ein Hardwarefehler des Messgerätes vorliegen. Bitte kontaktieren Sie die Hotline und halten Sie die Seriennummer des Messgerätes und die verwendete Softwareversion bereit.

Wie kann ich mir in Online FAMOS einen schnellen GPS Kanal erzeugen?

Um einen „schnellen“ GPS Kanal zu erzeugen, verwenden Sie einfach einen entsprechenden, schnellen Referenzkanal und benutzen Sie diesen mit der Funktion „CreateVChannelInt“. Zur Nutzung dieser Funktion müssen im Online FAMOS die Steuerkonstrukte aktiviert sein.

Geben sie folgende Zeilen in Online FAMOS mit Steuerkonstrukten ein:

VC_Satellites = CreateVChannelInt(Kanal_001, pv.GPS.satellites)

VC_Longitude = CreateVChannelInt ( Kanal_001, pv.GPS.longitude)

VC_Latitude = CreateVChannelInt ( Kanal_001, pv.GPS.latitude)

VC_Speed = CreateVChannelInt ( Kanal_001, pv.GPS.speed)

Der Kanal_001 ist der schnelle Referenzkanal und bildet damit die „Zeitspur“ für den virtuellen Kanal „VC_Satellites“. Für jeden Wert, den die GPS Mouse liefert, gibt eine entsprechende Prozessvektor-Variable.

Ab welcher imc CANSAS Version wird das Kvaser Leaf SemiPro HS unterstützt?

Das Interface wird ab der imc CANSAS Version 1.9 R4 unterstützt

Wie kann ich mein Messgerät im Explorer hinzufügen?

Auch wenn Sie bereits mit der imc DEVICES/STUDIO Software mit dem Gerät verbunden waren, ist es im Explorer noch nicht aufgeführt. Den Explorer öffnen sie über den Button Daten (Gerät) in imc STUDIO. Oder über Extras -> Dateimanager in imc Devices.

 

Es öffnet sich folgender Dialog. Klicken Sie auf Geräte unter imc Systems.

Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle und wählen Sie im Kontextmenü Neu. Es öffnet sich der Geräte-Interface hinzufügen Dialog. Klicken Sie nun auf Netzsuche.

 

Wählen Sie das gewünschte Gerät und bestätigen Sie mit OK. Das Gerät ist nun im Explorer unter Geräte eingetragen.

Wie werden die beim Arbeiten mit mehreren FAMOS Instanzen diese auf die vorhandenen Kerne verteilt?

Die Verteilung der Instanzen auf die vorhandenen Kerne erfolgt durch das System, FAMOS selbst macht hier keine Vorgaben.

Was ist eine Zweitaktivierung?

Ein Zweitaktivierung ist eine Lizenz für die Nutzung von imc Software auf einem Zweitrechner einer Person, z.B. Laptop. Dabei ist zu beachten, dass die Software nie auf beiden Computern gleichzeitig ausgeführt werden darf. 

Die Zweitaktivierung verhält sich wie eine Einzelplatzlizenz und ist fest an einen Rechner gebunden. Bei der Deinstallation der imc Software oder Rechnerwechsel muss die Zweitaktivierung über den Licensemanager deaktiviert werden.

Anschließend steht sie wieder für eine Nutzung auf einem anderen Rechner bereit. Wenn die Zweitaktivierung nicht deaktiviert werden konnte, kontaktieren Sie bitte die Hotline.

Zweitaktivierungen sind immer an Einzelplatz- oder Netzwerklizenzen gebunden.

Meine Messdaten wurden nicht abgeschlossen. Wie kann ich sie reparieren?

Nicht abgeschlossene Messdaten können u.a. auftreten wenn die USV im Gerät defekt ist und das Messgerät sich daher nicht korrekt herunterfahren kann.

Um die nicht abgeschlossenen Messdaten zu reparieren gehen Sie folgendermaßen vor:

Laden Sie sich dazu bitte zuerst einmal folgende Datei herunter:

http://www.imc-berlin.de/download-center/produkt-downloads/imc-devices/software/

Dann kopieren Sie einfach die Repair.exe und die dirrepair.bat in den Ordner mit den defekten Dateien (Vorher Sicherheitskopie erstellen!) und führen dann die dirrepair.bat aus. Danach sollten sich die defekten Daten wieder öffnen lassen. Das geht leider nicht in allen Fällen. Machen Sie deshalb bitte vorher immer eine Sicherheitskopie der Daten. Sollten sich die Daten nicht reparieren lassen, kontaktieren Sie bitte die Hotline.

Experimente mit anderen Geräten öffnen?

Wählen Sie ein Experiment und suchen Sie für dieses Experiment das passende Messgerät:

1) imcDevices starten! (es muss kein Gerät verbunden sein)
2) Laden Sie das Experiment über Datei -> ‚Öffnen für Gerät’

3) Im folgenden Fenster können Sie das Experiment einem passenden Gerät zuweisen (über die ‚>>’-Buttons). Es werden alle eingetragenen Geräte aufgelistet.
Die Farbcodierung hat folgende Bedeutung:
grüner Punkt: Das Gerät verfügt über die gleiche Ausstattung. Das Experiment kann genutzt werden.
gelber Punkt: Das Gerät verfügt über eine ähnliche Hardware. Es werden nur die passenden Einstellungen geladen. Bitte überprüfen Sie die Verstärkereinstellungen!
roter Punkt: Die Hardware unterscheidet sich. Das Experiment kann nicht geladen werden.

4) Nach der Zuweisung des Experimentes mit dem ‚>>’-Button zum Gerät betätigen Sie den ‚OK’-Button. Jetzt können Sie das Experiment starten und ggf. unter einem anderen Namen abspeichern.

Wie ändere ich die physikalische Einheit von virtuellen Kanälen im Online FAMOS?

Gehen Sie dazu im Online FAMOS auf den Button „i“.

Wählen Sie dann rechts ihren virtuellen Kanal aus, wählen Sie links den Punkt „Y-Einheit“ , stellen Sie unten links auf „Fest definiert“ und tragen Sie dann Ihre gewünschte Einheit ein.

Als Y-Einheit können sie SI-Einheiten eintragen welche dann auch verrechnet werden z.B. würden dann Volt mit Ampere verrechnet Watt in der Ausgabe ergeben. Andere Einheiten als SI-Einheiten benötigen Anführungszeichen im Eingabefeld, werden als Text übergeben und daher nicht verrechnet, z.B. „mV/V“.

Warum funktioniert das Einlesen von TEDS beim imc CRONOSflex ISO2-8 nicht?

Das Einlesen von TEDS funktioniert bei diesem Modul zurzeit nur, ohne das "Vorbereiten" auszuwählen:

Gerät ein -> mit Software verbinden -> alle Kanäle aktivieren -> TEDS einlesen

(ref. IT#19420)

Warum wird beim CANSAS-SCI16 nur 1Hz für Temperaturmessungen empfohlen?

Bei der empfohlenen Einstellung von 1 Hz Kanalrate entstehen Datenblöcke in der Größenordnung von ca. 50 ms. Diese werden einem Blockmittelungsfilter unterzogen, das folgende Charakteristik hat:

  • -3 dB@ 12 Hz
  • -60 dB@50 Hz

Dieses Schema skaliert (nur) näherungsweise mit der Abtastrate.

Sofern Störungen oder reale Signalfrequenzen von 50 Hz oder darüber erwartet werden, ist daher ein Betrieb mit maximal 1 Hz / Kanal angeraten. Andernfalls können durch Aliasing „halbwegs beliebige“ Spiegelfrequenzen entstehen, die durch nachträgliche Filterung nicht mehr zu entfernen sind und deren Herkunft in der Regel nicht mehr analytisch erklärt werden können.

Das Ergebnis sind beliebig gestaltete Geistersignale in Gestalt von Spiegelfrequenzen (Differenzen von Vielfachen aus Abtast- und Störfrequenzen) die sich in scheinbar wabernden Temperaturverläufen äußern.

Anmerkung: Es wird empfohlen die Temperaturmessung auf max. 1 Hz zu beschränken. Es gibt hierzu allerdings keine softwareseitige Beschränkung.

Wie erfahre ich den Netzwerknamen meines Gerätes sowie die zugehörige MAC-Adresse?

Netzwerkgerätebezeichnung und MAC-Adresse

Meldung der Geräte im Netz (Gerätebezeichnung und MAC-Adresse)

Hier erfahren Sie wie Sie den Netzwerknamen des Gerätes sowie die MAC-Adresse von TCP/IP-Geräten ermitteln.

1. Netzwerknamen des Gerätes ermitteln

 

Die Geräte melden sich mit der Gerätebezeichnung laut Typschild im Netzwerk.

2. MAC-Adresse eines TCP/IP-Gerätes ermitteln

Zum Ermitteln der MAC-Adresse muss zuerst ein Ping auf die IP-Adresse des Messgerätes gesendet werden danach ermitteln Sie die MAC-Adresse über den Befehl "arp –a".

Die IP-Adresse ermitteln Sie bei Geräten mit Seriennummer 12xxx mit 400kHz Summenabtastrate und Seriennummer 13xxxx sowie 14xxxx nutzen mit dem Programm IF Config bei allen anderen Geräten das Programm TCP/IP Config. Die Erläuterungen erfolgen für das Programm IF-Config; das Programm TCP/IP Config ist ähnlich zu bedienen.

Starten Sie das Programm imcDevices IF-Config, es befindet sich im Start-Ordner der imcDevices.

Suchen Sie Ihr Messgerät im Netzwerk; gehen Sie auf die "LAN Konfiguration". Die aktuelle IP-Adresse können Sie hier ablesen.

Vorgehensweise:

Gehen Sie auf "Start", dann auf "Ausführen" und tragen Sie bei Windows NT, 2000, XP und Vista "cmd" und bei Windows 95, 98, Millennium "command" ein.

 

In der der DOS Shell (MS-DOS Eingabemaske) tragen Sie bitte per Hand "ping" gefolgt von der IP-Adresse ein (z.B. ping 10.0.10.11 ) und betätigen "Enter" als nächstes schreiben Sie "arp – a" und betätigen wieder "Enter", jetzt wird die MAC-Adresse ermittelt, diese finden Sie aufgelistet hinter der IP-Adresse in der Spalte "Physikal. Adresse", die Sie für "ping" verwendet haben.

 

 

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Wie macht imc Vorortservice?

Wir kommen mit 1 – 2 Technikern mit 2 – 3 Kalibrierplätzen. Wir benötigen vor Ort einen klimatisierten Raum (Türen und Durchgänge > 1,20 m) und einen Arbeitsplatz mit einer Stellfläche von ca. 2 x 3 m je Kalibrierplatz.

An einem 2. Arbeitsplatz führen wir parallel die Funktionstests, evtl. nötige Firmwareupdates und weitere vereinbarte Arbeiten aus.

Die Kalibrierscheine und Messwertprotokolle übergeben wir als PDF.
Wird ein Ausdruck benötigt, so liefern wir diesen nach den Arbeiten nach.

Für die Angebotserstellung werden folgende Angaben benötigt:

  • Seriennummern der Geräte und ggf. weitere Einzelmodule
  • Ansprechpartner
  • Wunschtermin (Für die Personalplanung hätten wir gerne 4 Wochen Vorlaufzeit)
  • welche Dienstleistungen werden angefragt (Kalibrierung, Justage, Systeminspektion, Wartung, Softwareupdate etc.)?
  • zu welchen Zeiten kann gearbeitet werden? Ist Früh-, Spätschicht, Samstagsarbeit möglich?
Was ist eine Netzwerklizenz?

Netzwerklizenzen sind nicht an einen PC gebunden und werden von einem lokalen Lizenzserver an Rechner vergeben auf denen imc Software genutzt wird.

Der Lizenzserver verfügt über einen Pool an Lizenzen. Alle Computer, die auf diesen Server zugreifen, bekommen dynamisch eine Lizenz zugeteilt und geben diese bei Nichtbenutzung zurück. So können z.B. 30 Rechner auf einen Lizenzserver mit nur 15 Netzwerklizenzen zugreifen, wobei nur an 15 Rechnern parallel imc Software genutzt werden kann.

Die Netzwerklizenzen werden auf dem Lizenzserver aktiviert und müssen bei einem Wechsel des Lizenzservers auch wieder deaktiviert werden.

Wenn eine Netzwerklizenz nicht deaktiviert werden konnte, kontaktieren Sie bitte die Hotline.

Jede Netzwerklizenz enthält auch eine Zweitaktivierung für die Nutzung auf einem Zweitrechner einer Person, z.B. Laptop.

Was beinhaltet/bedeutet eine Kalibrierung?

Bei der Kalibrierung wird bei vorgegebenen Bedingungen der Zusammenhang zwischen dem Messwert der Ausgangsgröße und dem zugehörigen Wert der als Eingangsgröße vorliegenden Messgröße ermittelt. Übersetzt heißt dies: Vergleich mit einer Referenz gleicher Einheit, dies bedeutet: Im Bereich der Messtechnik handelt es sich um das Festellen der Messabweichungen am fertigen Messmittel. Beim Kalibrieren erfolgt kein technischer Eingriff - wie justieren - am Messmittel. Bei anzeigenden Messmitteln wird durch das Kalibrieren die Messabweichung zwischen Anzeige und dem richtigen - oder als richtig geltenden - (Soll-) Wert der Messgröße festgestellt.

Kalibrierungen werden durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Anzeige des verwendeten Messmittels ein bekanntes und dokumentiertes Verhältnis zu einem internationalen Normal für die verwendete Maßeinheit hat. Ziel ist, dass bei verschiedenen Prüfungen eines Merkmales die Vertreter unterschiedlicher Stellen, z.B. Kunde und Lieferant, zu vergleichbaren Ergebnissen kommen. Das setzt voraus, dass die auftretende Messunsicherheit - die mit jeder Messung zwangsläufig verbunden ist - bekannt sein muss.

Die Durchführung von Kalibrierungen führt zu Ergebnissen und Erkenntnissen, anhand derer die Unsicherheit von Messmitteln besser verstanden und beurteilt werden kann.

Zusammenfassung

Vor allem Automobilhersteller und deren Zulieferer haben meist als Forderung festgelegt, dass Kalibrierdienstleister nach ISO 17025 akkreditiert sein müssen.
Grundlegend geht es bei der Forderung jedoch um einen Nachweis der Kompetenz: Akkreditierte Labore haben Ihre Kompetenz einem unabhängigen Begutachter nachgewiesen.
imc ist nicht akkreditiert als Kalibrierdienstleister. Als Hersteller sind wir aber per Definition kompetent und fallen daher nicht unter diese Regelung aus der TS16949 / QS 9000.

imc kalibriert mit auf Nationale Normale zurückgeführten Prüfmitteln gemäß ISO 9001. Standardlieferumfang ist ein Kalibrierzertifikat (Werkskalibrierschein) .

Die optionalen Protokolle mit den Messwerten entsprechen dabei den Forderungen nach ISO 17025.
DIN EN ISO 9001 fordert nur eine Erklärung über die Rückführung der verwendeten Referenzen auf Nationale Normale (Werkskalibrierschein).
Im Standardfall geben wir den geringeren Aufwand als Kostenvorteil direkt an unsere Kunden weiter (Aufpreis für die Option "Zertifikat mit Protokoll nach ISO 17025"). Prüfmittelrückführung, Archivierung der Messwerte etc. regelt ISO 9001:2008, dies wird durch den TÜV Anlagentechnik GmbH regelmäßig überwacht.
Alle Kalibrierprotokolle mit den Messwerten werden bei imc automatisch archiviert und sind optional lieferbar
(bis zu 10 Jahre auch nachlieferbar).

Nach welchen Normen kalibrieren Sie ihre Geräte?

Im Moment sind Abgleich und Kalibrierung bei imc Fertigungsstufen im Rahmen des Herstellprozesses bzw. des Service, d. h. wir betreiben kein als solches speziell abgegrenztes Prüf- oder Kalibrierlabor, sondern sogenannte Abgleich- und Prüfplätze, die in den Fertigungsablauf integriert sind. Abläufe und Verfahren werden in Verfahrensanweisungen und Prüfanweisungen sowie in produktindividuellen Prüfplänen als Teil unseres integrierten Managementsystems festgelegt. Sämtliche Verfahren sind von imc selbst entwickelte Verfahren.

Sämtliche bei imc verwendete Kalibrier-Verfahren und Abgleichprozeduren werden mit dem Ziel einer möglichst hohen Prüfschärfe bei vertretbarem wirtschaftlichen Aufwand im Rahmen unserer Typprüfung entwickelt, validiert und für die Serienprüfung optimiert. Die Messwertprotokolle sind dabei Nachweis und Prüfplan (Herstellerspezifikation) zugleich. Auf dieser Basis können leicht kundenindividuelle Prüfpläne entwickelt werden; dabei unterstützen wir Sie gerne.

Gleichzeitig mit der Entwicklung des Messverstärkers erfolgt auch die Entwicklung der Verfahren für die Justage und Kalibrierung, die Verifikation ist Ziel der Typprüfung. Dabei müssen verschiedene Parameter wegen Ihrer Abhängigkeit von Bauteileigenschaften und der Betriebstemperatur justiert werden, weitere Parameter wie die gewählte Abtastrate oder die gewählte Filterung dürfen nach den Designvorgaben die Messgenauigkeit nicht beeinflussen.

Als ein Abnahmeergebnis entstehen die Verfahren, die letztendlich in der Serienfertigung sowie im Service als Optimum aus Prüfschärfe, Normenkonformität und Wirtschaftlichkeit angewendet werden.

In der Typprüfung „Kalibrierung“ verwenden wir zurzeit folgende Normen und Standards:

Die Normenreihe VDI/VDE/DGQ/DKD 2622: Kalibrieren von Messmitteln für elektrische Größen beschreibt grundsätzliche Kalibrierverfahren, darüber hinaus betreffen folgende Standards unsere Produkte:

DKD 2622 Blatt 5 beschreibt die Kalibrierung von Funktionsgeneratoren
DKD 2622 Blatt 11: Kalibrierrichtlinien für Spektrumanalysatoren
DKD 2622 Blatt 20 beschreibt die Kalibrierung von Gleichspannungsmessverstärkern

Weitere Standards und Richtlinien:

DKD-R 5-5 regelt die Kalibrierung von Temperaturanzeigegeräten
DKD-R 6-1 regelt die Kalibrierung von Druckmessmodulen
Netzqualität, Spannungsqualität: EN 50160 bzw. DIN 61000-4-30

Wie installiere ich mein (von imc geliefertes) Kvaser Interface, um es unter imc CANSAS nutzen zu können?

Legen Sie die mitgelieferte Treiber CD ein und folgen Sie den Installationshinweisen. Alternativ können Sie die Treiber auch unter folgendem Link herunterladen:

Erst nach der Installation des Treibers sollten Sie das Interface mit dem PC verbinden.

Beim anschließenden Verbinden mit dem PC kommt der Windows Wizard „Neue Hardware gefunden“. Da Sie bereits alle erforderlichen Treiberdaten installiert haben, brauchen Sie sich lediglich durch das Menü klicken. Windows erkennt und verknüpft die Treiberdaten in diesem Schritt automatisch.

Im letzten Schritt wird das Interface in der imc CANSAS Software unter Extras -> Interface aktiviert. Bitte wählen Sie unter „Karte“: 

KVASER GmbH (USB/PCI/PXI/ExpressCard/PCMCIA)

Und setzen den Haken bei “Interface(re)aktivieren”

Wie kann ich in imc FAMOS das Kurvenfenster exportieren? (PDF, JPG, PNG, BMP)

Beim Exportieren wird nur die Darstellung der Kurve, ohne Fensterrahmen exportiert. Der Export kann als PDF-Format, JPEG-Format, Portable Network Graphics oder Windows Bitmap erfolgen.

Für den Export im Menü „Bearbeiten“ dann „Grafik export“ klicken. Über Menü „Bearbeiten“ dann „Ablage“ ist es möglich eine Grafik in die Zwischenablage zu kopieren und mittels „Einfügen“ in andere Programme zu übertragen.

Die Einstellungen für den Grafikexport erreichen Sie über Menü „Voreinstellungen“ dann „Handling“. Unter den Punkt „Grafikexport“ können sie dann die Auflösung, das Anhängen von Seiten bei einer vorhandenen pdf-Datei, die Orientierung der PDF-Seite und das Ablageformat einstellen. Das Ablageformat „Exakte Bildschirm-Darstellung beim Kopieren und Export“ exportiert die Darstellung des Kurvenfensters exakt so, wie es auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Ich habe gerade einen Kanal im Setup aktiv geschaltet, dieser taucht aber nicht im Datenbrowser auf.

Zur Erhöhung der Performance wird die Konfiguration nicht nach jeder Änderung im Setup neu aufgebaut. Um die Neuerzeugung der Konfiguration manuell anzustossen, klicken Sie im Menü auf Geräte - Konfiguration aufbereiten.

Eine entsprechende Funktion finden Sie auch in der Toolbar von imcStudio.

Was muss ich beim Update der vorhandenen imc Devices Version beachten?

Wichtiger Hinweis: Das imc Messgerät darf keine Selbststart oder Diskstart Konfiguration haben. Unbedingt vor dem Firmwareupdate alle Selbststart oder Diskstart Konfigurationen löschen.

1) Aufspielen / Installation der imcDevices Software auf dem PC:

  • Bitte deinstallieren Sie die vorherige Version der imcDevices Software.
  • Nach erfolgreicher Deinstallation starten Sie bitte den PC neu.
  • Bitte alle verbliebenen Dateien aus dem Installationsverzeichnis der Geräte-Software und das Unterverzeichnis \Firmware aus dem Installationsverzeichnis der Geräte-Software löschen. Es verbleiben einige Dateien im Installationsverzeichnis, wenn z.B. vor der Deinstallation die Windows-Explorer-Erweiterung verwendet wurde. Die Verzeichnisse ‚\Device’ und ‚\Experiments’ brauchen nicht gelöscht werden.
  • Zur sauberen Deinstallation ist es ratsam, die Registry-Einträge für die Geräte-Software vollständig zu löschen:

    • imcDevices 2.2 und 2.4: HKEY_CURRENT_USER\Software\imc Measurement and Control\Standard\imc Devices
    • imcDevices 2.5, 2.6 oder neuer: HKEY_CURRENT_USER\Software\imc Measurement and Control\Default\imc Devices

  • Neustart des PC
  • Installation der neuen Version der Geräte-Software.

2) Update der Gerätefirmware:

  • Für das Update der Gerätefirmware unbedingt feste IP Adressen auf dem PC und auf dem Messgerät nutzen. Haben Sie eine Direktverbindung zwischen PC und Messgerät, achten Sie darauf dass sich alle IP-Adressen im gleichen Subnetz befinden.
  • Verwenden Sie auf keinen Fall auf dem PC die Einstellung DHCP mit ‚Alternativer Konfiguration’.
  • Stellen Sie sicher, dass während des Firmwareupdates die Verbindung des Messgerätes zum PC nicht unterbrochen wird.
  • Wenn die ‚Tasten’ ‚update’, ‚Eigenschaften’ und ‚Verbinden’ aktiv (nicht ausgegraut) sind, ist das Firmwareupdate erfolgreich abgeschlossen.
Wie kann ich feststellen ob mein CAN-Knoten auch CAN-Botschaften empfängt?

1. Mit imc CANSAS eine Konfiguration mit leeren Botschaften erstellen für alle Kanäle des CANSAS-Moduls, anschließend mit dieser Konfiguration die CANSAS-Module konfigurieren.

2. Mit dem CAN-Assistent eine neue Botschaft im CAN-Bus-Knoten einfügen > Identifier (ID): Alle Botschaften > Botschaftsprotokoll: CAN-Bus-Botschaft protokollieren.

Die Botschaft taucht nun als CAN_Messages_XX_XX unter Kanaltyp: Feldbus: Analoge Eingänge im imc STUDIO auf.

3. Diesen Kanal in ein leeres Panel ziehen und als Tabelle (Kurvenfenster) anzeigen lassen. 

4. Auf die Tabelle mittels Rechtsklick > Konfiguration > Tabelle auswählen. Das Feld Textformat umstellen auf: imc Devices, CAN-. LIN-Botschaft. 

5. Nach einem Start der Messung, sollten in der Tabelle die Botschaften sichtbar sein, selbst mit nur einem CANSAS-Modul.

Was ist eine Einzelplatzlizenz?

Eine Einzelplatzlizenz berechtigt dazu das lizensierte imc Softwareprodukt auf einem PC zu betreiben, sie ist dann an diesem PC gebunden. Eine Einzelplatzlizenz umfasst eine Zweitaktivierung, z.B. für den Einsatz auf einem mobilen Rechner. Bei der Deinstallation der imc Software oder Rechnerwechsel muss die Einzelplatzlizenz über den Licensemanager deaktiviert werden. Anschließend steht sie wieder für eine Nutzung auf einem anderen PC bereit. Wenn eine Einzelplatzlizenz nicht deaktiviert werden konnte, kontaktieren Sie bitte die Hotline.

Warum funktioniert der Diskstart nicht, wenn ich mit einem digitalen imc CRONOSflex Modul messe?

Der Diskstart mit den digitalen imc CRONOSflex Modulen (siehe Handbuch der imc CRONOS System Familie) wird zurzeit nicht unterstützt. Der Diskstart mit diesen Modulen ist in imc Software Versionen ab dem 19.03.2014 möglich.

(ref. IT#19394)

LabVIEW™ VIs für imc Devices

LabVIEW™ VIs für imc Devices

Hier finden Sie allgemeine Informationen zur Verwendung der VIs für imc Devices

Installation:

Wird bei der Installation von imc Devices V2.4 oder neuer die Option LabVIEW-VIs mit ausgewählt, so installieren sich die VIs der Gerätesoftware automatisch im „addons“ Unterverzeichnis des aktuell installierten LabVIEW.


Programmierung:

Die VIs und Controls sind über die Ordner „imc“ der Functions- bzw. Controls Palette erreichbar.


Beispiele:

Die zehn VIs der Programmbeispiele sind im Unterordner „imc Samples“ abgelegt und veranschaulichen den Einsatz der einzelnen VIs. Dabei wird auf die verschiedenen Möglichkeiten der Messdatendarstellung der unterschiedlichen Messdatenformate eingegangen (inkl. Lesen/Schreiben von DIO, DAC, virtuellen Bits, Display Variablen und Ethernet Bits).


Online-Hilfe:

Jedes VI stellt eine Kontext-Hilfe zur Verfügung. Zusätzlich dazu gibt es zu jedem VI sowie jedem Beispiel VI auch eine Online-Hilfe. Diese Hilfe ist über das Kontext-Menü (rechte Maustaste) des jeweiligen VI zu erreichen.


Verwendung des imc Kurvenfensters unter LabVIEW:

Die Verwendung des imc Kurvenfensters unter LabVIEW setzt die Installation des imc COM Basis Pakets voraus. Ist das imc COM Basis Paket nicht installiert, so lassen sich die VIs im Unterordner „CUDAM“ sowie das Beispiel VI „Example imc Curve Ctrl.vi“ nicht ausführen. Dies beeinträchtigt jedoch nicht die Funktionalität aller übrigen VIs.


Unterstützte LabVIEW Versionen:

Die VIs der imc Devices Software können unter LabVIEW 6.1, 7.0, 7.1, 8.0, 8.2 und 8.5 verwendet werden.

Ich habe den Treiber für den imc CAN/USB Adapter installiert, aber mein Interface wird nicht erkannt! Warum?

Bis Ende 2014 wurde der imc CAN/USB Adapter geliefert. Der Installationsdialog am Ende der imc CANSAS Installation bezieht sich auf den Treiber dieses Interfaces. 

Wie Sie ihr Kvaser Leaf SemiPro HS Interface für imc CANSAS einrichten ist in einer weiteren FAQ beschrieben.

Wie kann ich in imc FAMOS das Kurvenfenster von schwarz-weiß auf farbig ändern?

Wenn Sie das Kurvenfenster geöffnet haben gehen Sie im Menü auf „Optionen“ dann auf „Farben“.

Auf der rechten Seite können Sie unter Eigenschaft „Farben für Bildschirm / Drucker“ auf die Darstellung Drucker umschalten. Die Darstellung für den Drucker ist auch für die Darstellung beim Kopieren in die Zwischenablage zuständig.

Mit einem Rechtsklick auf der rechten Seite des Fensters öffnen sie das Kontextmenü.

Im Kontextmenü dann „Farben auf Standardwerte setzen“ wählen und auf „grau“ klicken, da die Defaulteinstellung des Kurvenfensters „grau“ ist. Über den Kontextmenüpunkt „Kopieren: Drucker -> Bildschirm“ kann die Darstellung auch auf den Bildschirm übertragen werden. 

Wo finde ich die Online Dokumentation zu imcDevices COM?

Hier finden Sie die Online Dokumentation für die imcDevices COMs Objekte.

Warum verlangt imc STUDIO einen Freischaltcode?

Zu einer imc STUDIO Version gehört immer eine imcDevices Version. Das imcStudio benutzt imcDevices Versionen >= 2.7.
Geräte, die mit imcStudio geliefert wurden verlangen keinen Freischaltcode.

Ein Update bestehender Geräte auf die imcDevices 2.7 ist kostenpflichtig. Gerne steht Ihnen Ihr Ansprechpartner des Vertriebs für Rückfragen oder zum Erstellen eines Angebots zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass nur bestimmte Gerätegruppen vom imc STUDIO unterstützt werden. Nähere Informationen finden Sie im Handbuch und im technischen Datenblatt zu imc Studio.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen ebenso gerne an Ihrer zuständigen Hotline zur Verfügung

Welche Lizenzen gibt es?

Es gibt zwei Arten eine imc Software zu lizensieren: Als Einzelplatzlizenz oder als Netzwerklizenz. Sowohl Einzelplatzlizenzen als auch Netzwerklizenzen kommen mit einer Zweitaktivierung. Einzelplatzlizenzen können auch mit dem imc Dongle genutzt werden, die Zweitaktivierung entfällt dann. Netzwerklizenzen benötigen einen Lizenzserver und können nicht mit dem imc Dongle genutzt werden.

Ich habe ein imc USB Interface bestellt und Kvaser Leaf SemiPro HS Interface für imc CANSAS bekommen, ist dass ein Fehler?

Nein, Ende 2014 wurde das imc CAN/USB Interface wegen einer Bauteilabkündigung durch das auf dem Markt bewährte Kvaser Leaf SemiPro HS Interface ersetzt.

Wie kann ich in imc FAMOS die Farben im Kurvenfenster für Ausdrucke oder die Ablage ändern?

Wenn Sie das Kurvenfenster geöffnet haben gehen Sie im Menü auf „Optionen“ dann auf „Farben“.

Auf der rechten Seite können Sie unter Eigenschaft „Farben für Bildschirm / Drucker“ zwischen den Darstellungen am Bildschirm und auf dem Drucker umschalten und anschließend die Farben darunter anpassen.

Auf der linken Seite sehen Sie eine Vorschau der eingestellten Farben.

Warum misst mein imc CRONOSflex ISO2-16-2T nicht?

Das Modul imc CRONOSflex ISO2-16-2T wird ab der folgenden Software Version unterstützt:

  • imc DEVICES 2.8 R5 SP4

Eine ausführliche Übersicht der Software Voraussetzungen und den imc Messgeräten finden Sie hier.

Mein Computer besitzt keinen Internetzugang, wie kann ich die Lizenz trotzdem aktivieren?

In diesem Fall erfolgt die Aktivierung in drei Schritten:

Schritt 1 

Aktivierungsdatei exportieren:

Der Computer ohne Internetzugang exportiert (speichert) eine Aktivierungsdatei. Diese Datei beinhaltet spezifische Informationen zum PC und zur Lizenz.

Schritt 2

Aktivierung mit Aktivierungsdatei:

Der Computer mit Internetzugang öffnet die Aktivierungsdatei und folgt dem Aktivierungsassistenten in analoger Weise zur Aktivierung "Mit Internet". Die aktivierten Lizenzen werden in die gleiche Aktivierungsdatei übernommen. Falls Sie keinen PC zur Verfügung haben, über den die Aktivierung erfolgen kann, können Sie die Aktivierungsdatei per E-Mail zur Aktivierung an unsere Hotline senden.

Schritt 3

Aktivierungsdatei importieren:

Die vom Computer mit Internetzugang aktivierte Aktivierungsdatei wird wieder geöffnet. Es erfolgt die Übernahme der aktivierten Lizenzen auf den Computer ohne Internetzugang. Es werden nur die Lizenzen übernommen, die mit den Daten des Computers übereinstimmen. Ein Import auf einem 3. Computer ist nicht möglich.

Wie kann ich in imc FAMOS die Farben im Kurvenfenster für die Darstellung auf dem Bildschirm ändern?

Wenn Sie das Kurvenfenster geöffnet haben gehen Sie im Menü auf „Optionen“ dann auf „Farben“.

Auf der rechten Seite können Sie unter Eigenschaft „Farben für Bildschirm / Drucker“ zwischen den Darstellungen am Bildschirm und auf dem Drucker umschalten und anschließend die Farben darunter anpassen.

Auf der linken Seite sehen Sie eine Vorschau der eingestellten Farben.

Wie kann ich kontrollieren ob mein CAN-Knoten auch CAN-Botschaften empfängt?

1. Mit imc CANSAS eine Konfiguration mit leeren Botschaften erstellen für alle Kanäle des CANSAS-Moduls, anschließend mit dieser Konfiguration die CANSAS-Module konfigurieren.

2. Mit dem CAN-Assistent eine neue Botschaft im CAN-Bus-Knoten einfügen > Identifier (ID): Alle Botschaften > Botschaftsprotokoll: CAN-Bus-Botschaft protokollieren.

Die Botschaft taucht nun als CAN_Messages_XX_XX unter Kanaltyp: Feldbus: Analoge Eingänge im imc STUDIO auf.

3. Diesen Kanal in ein leeres Panel ziehen und als Tabelle (Kurvenfenster) anzeigen lassen. 

4. Auf die Tabelle mittels Rechtsklick > Konfiguration > Tabelle auswählen. Das Feld Textformat umstellen auf: imc Devices, CAN-. LIN-Botschaft. 

5. Nach einem Start der Messung, sollten in der Tabelle die Botschaften sichtbar sein, selbst mit nur einem CANSAS-Modul.

Muss bei uns am Prüfstand immer die komplette Messkette kalibriert werden?

Der Ablauf, dass ein Messmittel mit Hilfe eines höherwertigen Normals kalibriert wird und dieses wiederum mit einem noch höher wertigeren Normal kalibriert wird, wird als Kalibrierkette bezeichnet.

 
Ziel dieser Kalibrierkette ist die Rückführung der Messmittel auf die Nationalen Normale. Daraus wird eine Kalibrierhierarchie abgeleitet.

Grundsätzlich können Sie durch Kalibrierung der einzelnen Komponenten deren individuelle Messunsichertheit ermitteln und dadurch auf die gesamte Messunsicherheit der Messkette am Prüfstand schließen; dafür gibt es standardisierte mathematische Verfahren.

Oder Sie kalibrieren die gesamte Messkette, in dem Sie Ihr Sensorsignal durch ein Kalibriersignal ersetzen.

Ist innerhalb der Messkette am Prüfstand die Messunsicherheit von einer oder mehreren Komponenten unbekannt, so wäre die Kalibrierkette bis zum Sensor unterbrochen; in diesem Fall können Sie keine Aussage zur Genauigkeit des ermittelten Messergebnisses machen.

Wie kann ich in imc DEVICES eine Brücke parametrieren, wenn mein Skalierungsfaktor unbekannt ist?

Voraussetzung: Die Brücke kann mit einer definierten Belastung verstimmt werden.

Wir zeigen die Thematik am Beispiel einer Drehmomentmessung, bei der über ein Gewicht ein definiertes Drehmoment von 4.17 Nm auf eine Welle eingebracht wird.

1.) Berechnung des wirklichen Skalierungsfaktors: Aktivieren Sie den Kanal, stellen Sie die gewünschte Abtastrate ein aber lassen den Skalierungsfaktor (y-Faktor) noch auf dem Standardwert von 1“mV/V“ / mV/V.

2.) Auf der Verstärkerkarte den gewünschten Brückentyp (Halb-, Voll-, Viertelbrücke im Modus Spannung) wählen und die benötigte Speisung einstellen. Zu Beginn wird der größtmögliche Messbereich ausgewählt.

3.) Das Experiment speichern und danach unter Einstellungen den Punkt Verstärkerabgleich wählen. Wählen Sie in der Kanalliste den gewünschten Kanal aus und wählen Sie dann auf der Registerkarte Allgemein den Knopf Brücke.

4.) Nachdem die Brücke abgeglichen wurde, belastet man die Welle mit dem definierten Drehmoment und führt eine Messung durch. Der gemessene Wert beträgt z.B. 0.5mV/V (Brückendiagonalspannung). Natürlich ist dieser Wert recht ungenau, da der Messbereich 500mV/V beträgt.

5.) Stoppen Sie die Messung. Gehen Sie dann zurück in die Verstärkerkarte und wählen Sie den nächst größeren Messbereich zu 0.5mV/V, also 1mV/V aus und führen Sie die Messung erneut durch.
Jetzt erhält man einen genaueren Messwert von z.B. 0.541mV/V.

6.) Damit können wir den Skalierungfaktor berechnen:
Der Skalierungfaktor beträgt 4.17 Nm/0.541 mV/V = 7,708 „Nm“ /mV/V. Diesen Wert kann man jetzt beim Skalierungsfaktor / Y-Faktor) auf der Basiskarte eintragen.

7.) Jetzt hat man auf der Verstärkerkarte die Messbereiche in physikalischer Einheit zur Auswahl und kann den zu den max. erwarteten Messwerten gewünschten Messbereich auswählen.

Achtung: Bei jeder Veränderung des Messbereichs muss vor dem Start der Messung ein erneuter Brückenabgleich durchgeführt werden !

Die Abgleichwerte werden im Experiment gespeichert und beim Vorbereiten der Messung in das Gerät geschrieben. D.h. nach dem Aus- bzw. Einschalten des Messgerätes befinden sich die Abgleichwerte nicht im Gerät! Ausnahme: Sie verwenden den Selbst- oder Diskstart.

Mein PC ist defekt, wie komme ich jetzt wieder an meine Lizenz, damit ich diese auf meinem neuen PC aktivieren kann?

Bitte schicken Sie in diesem Fall eine E-Mail an unsere Hotline (holtine@imc-berlin.de) mit den folgenden Angaben:

  • Aufgrund eines Defekts (ggf. auch Diebstahl, oder Neuinstallation des Betriebssystems) kann ich meine Lizenz nicht mehr deaktivieren. Ich bitte daher um eine manuelle Deaktivierung folgender Lizenz durch imc:
  • Lizenzkey
  • Welche Lizenz soll deaktiviert werden? (imc STUDIO, imc FAMOS, imc LINK…)
  • PC Name
  • Anwenderinformationen (falls vorhanden): Anwendername, E-Mail-Adresse, Firmenname (werden bei Aktivierung im imc LICENSE Manager angegeben)
C-Serie: Drift bei inkrementaler Wegmessung?

Betrifft imc DEVICES 2.6 R3 SPx und imc C-SERIE

Die Wegmessung mit imc DEVICES 2.6 R3 SPx und einem Gerät der imc C-SERIE zeigt eine Drift. Eine Vergleichsmessung mit imc CRONOS-PL CRPL/ENC-4 ist richtig.

Der Fehler kann vermieden werden, indem im Online FAMOS nicht die Summe sondern das Integral gebildet und dann durch die Abtastzeit dividiert wird.

Bsp.:
“Weg_SM_CS_Integral = IntegralP( Enc_SM_CS )/0.00002”

statt

“Weg_SM_CS = Sum( Enc_SM_CS, 1 )”

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Modus „Ereignisse“ statt „Weg(diff)“ einzustellen und dann im Online FAMOS aufzusummieren.

Hinweis: Dies ist eine sehr rechenintensive Methode und führt dazu, dass Online FAMOS unter Nutzung dieser Funktion fast ausgelastet ist.

Hintergrund: Der DIOENC im C-Seriengerät löst die Impulse höher auf als der CRPL/ENC4 des CRONOS-PL. Bei der Aufsummierung tritt aufgrund eines natürlichen, numerischen Problems bei Floating-Point-Prozessoren ein Fehler auf.

Können Monitorkanäle schneller als der ursprüngliche Kanal abgetastet werden?

Monitorkanäle können systembedingt nicht schneller als der ursprüngliche Kanal abgetastet werden.

Falls man versucht eine schnellere Abtastrate dem Monitorkanal zuzuweisen erscheint die Fehlermeldung mit der Fehlernummer 1201.

Mit Online FAMOS ist es aber möglich sich einen schnelleren Kanal zu erstellen, siehe dazu die FAQ-Frage: "Wie kann ich mir in Online FAMOS einen schnellen GPS Kanal erzeugen?"

Wie erzeuge ich in FAMOS ein Mehrdimensionales Array?

Beispielcode zur Erzeugung eines Mehrdimensionalen Arrays:


;Erzeugung eines eindimensionalen Arrays mit der Länge = 10
XDimArray = Lang(0,10)

;Erweiterung um eine zweite Dimension
SetSegLang(XDimArray,2)

XDimArray[2,2] = 11
x = XDimArray[2,2]


Die Funktion Lang und die Funktion SetSegLang sind in Gruppe 16: Eigenschaften zu finden.

Messdaten für die Übungen aus „FAMOS Taschenrechner für die Meßtechnik“

Messdaten für die Übungen aus „FAMOS Taschenrechner für die Meßtechnik“

In der Anlage als ZIP-Archiv die Messdaten für die Übungen aus „FAMOS Taschenrechner für die Meßtechnik“ (aus dem Addison-Wesley-Verlag)

Messdaten "FAMOS Taschenrechner für die Meßtechnik" herunterladen

Kann imc die komplette Messkette am Prüfstand kalibrieren?

In Zusammenarbeit mit Ihnen oder Ihrem Kalibrierdienstleister vor Ort können wir auch die gesamte Messkette am Prüfstand kalibrieren. Bei Prüfständen, die wir an sie geliefert haben, sind im allgemeinen bereits Methoden für eine Vorort-Justage von Offsets oder die Korrektur von Kennlinien vorgesehen.


Wartung, Reparatur und Systempflege der imc Messgeräte sind jedoch am effektivsten bei imc möglich. Daher empfehlen wir die Erstellung von Instandhaltungs- und Kalibrierplänen für Ihren Prüfstand. Bitte berücksichtigen Sie bei der Planung auch evtl. anfallende Kosten bei Stillstand durch Ausfall sowie Kosten für die Ersatzteilhaltung. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit Rat und Tat.

Warum finde ich mein imc CANSAS Modul nicht am CAN-Bus?

1.) Ist der CAN-Bus richtig terminiert?

Beide Enden müssen mit einem Terminator (124 Ohm, entsprechend CiA) abgeschlossen werden. Hat das Modul bzw. Messgerät nur einen CAN-Bus Anschluss, z.B. imc CRONOS-PL, sollte die Terminierung über ein Y-Kabel und einem Terminator erfolgen.

2.) Ist an allen Modulen die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit / Baudrate eingestellt?

Bei allen an einem Knoten betriebenen CAN-Bus-Teilnehmern / Modulen muss die gleiche Baudrate eingestellt sein, da sonst die Kommunikation der Bus-Teilnehmer nicht möglich ist


3.) Passt die eingestellte Baudrate und der Kabelquerschnitt zur Leitungslänge?


Die Übertragungsrate auf dem Bus ist abhängig von der Leitungslänge, dem Leitungsquerschnitt und der Anzahl der Knoten. Je größer die Leitungslänge, desto kleiner ist die mögliche Übertragungsrate und desto größer muss der Leitungsquerschnitt gewählt werden.

Weitere Hinweise finden Sie im aktuellen CANSAS Handbuch -> Kapitel Inbetriebnahme -> CAN-Bus-Beschreibung

Im Reportgenerator erscheinen die eingefügten Kurvenfenster nur schwarz/weiß?

Sie müssen im Kurvenfenster von FAMOS eine Zuweisung der Farbe für Ihren „Drucker“ vornehmen.

Gehen Sie im Kurvenfenster in den Menüpunkt „Optionen“ -> „Farben...“. In dem nun geöffneten Fenster „Farbeinstellungen“ tätigen Sie einen rechten Mausklick und wählen Sie aus dem Menü „Farbe kopieren -> Bildschirm zum Drucker “. Schliessen Sie nun das Fenster mit OK.
Diese Einstellung bleibt auch beim nächsten Start von FAMOS erhalten, Sie müssen Sie also nur einmal machen.

Tritt auf bei FAMOS 5.0, 6.0 und 6.1.

 

Menüpunkte der Toolbars im Kurvenfenster erscheinen mehrfach, an falschen Stellen oder sind nicht auswählbar.

Beim Updaten des Kurvenfensters von FAMOS 6.0 oder älter oder z.B. auch von imcDevices erscheinen möglicherweise Menüpunkte im Kurvenfenster in verschiedenen Arten fehlerhaft. (Betrifft häufig FAMOS 6.1.)

Nach der Installation oder wenn Sie dieses Verhalten bemerken, gehen Sie ins Kurvenfenster, drücken die rechte Maustaste im oberen "Toolbar-Bereich" und wählen dort den letzten Punkt "Zurücksetzen!" aus. Anschließend erscheinen die Menüpunkte funktionsfähig an den richtigen Stellen.

Wieso wird mein NetBEUI Messsystem in der Netzsuche unter MS Windows XP nicht angezeigt?

ACHTUNG: Neuere Windowsversionen als Windows XP unterstützen kein NetBEUI mehr.

Unter MS Windows XP muss zur Installation des NetBEUI-Protokolls im Gegensatz zu den vorherigen Windowsversionen folgende Installationsanweisung eingehalten werden. Falls sich NetBEUI bereits auf Ihrem PC befindet, deinstallieren Sie es bitte vor der Neuinstallation und starten Sie Ihren Rechner neu.

1. Windows XP CD-ROM in CD-ROM einlegen und in das Verzeichnis Valueadd\MSFT\Net\NetBEUI wechseln.

2. Nbf.sys nach %SYSTEMROOT%\System32\Drivers kopieren.

3. Netnbf.inf nach %SYSTEMROOT%\Inf kopieren.

4. Start anklicken, Systemsteuerung anklicken, Netzwerkverbindungen doppelt klicken.

5. Mit der rechten Maustaste auf die LAN Netzwerkverbindung klicken und dann Eigenschaften auswählen.

6. Auf der Einsteckkarte Allgemein den Button Installieren klicken.

7. Im erscheinenden Dialog Protokoll auswählen und Hinzufügen klicken.

8. Jetzt sollte bereits das NetBEUI Protokoll in der Liste auswählbar sein. NetBEUI auswählen und OK klicken.

9 Computer neu starten.

Bemerkung: Sie benötigen Administratorrechte auf Ihrem PC.

Warum funktioniert der Kalibriersprung bei meinem imc CANSAS Modul nicht richitg?

Beim Kalibriersprung darf kein Kanal der auf Halb- bzw. Viertelbrückenmessung eingestellt ist, offen sein. Ansonsten kommt es bei anderen Kanälen, die sich im Halb- bzw. Viertelbrücken-Messmodus befinden, während des Kalibriersprungs, zu falschen Messwerten.

Wir empfehlen daher nicht beschaltete Kanäle auf Spannungsmessung mit maximalen Bereich einzustellen oder diese Kanäle nicht zu übertragen (in der CANSAS Software in „Ohne CAN Botschaft“ verschieben).

FAMOS 6.0 und älter: Fehler beim Öffnen von RAW-Daten

imc FAMOS 6.0 und älter: Fehler beim Öffnen von RAW-Daten

Beim Öffnen von RAW-Daten erscheint die Fehlermeldung: "(An dieser Stelle) nicht erlaubter Key im Header der Datei *.RAW [p = xxx]!"

Fehlermeldung:

Messdaten, welche mit imcStudio erzeugt wurden, zeigen beim Öffnen mit FAMOS <= 6.0 R7 die Fehlermeldung:

<pre>"(An dieser Stelle) nicht erlaubter Key im Header der Datei *.RAW [p = xxx]!".</pre>

Hintergrund:

Für die Verarbeitung von raw-Daten aus imcStudio ist eine bestimmte, neuere Version des Kurvenmanagers erforderlich. Diese werden mit imcStudio mitinstalliert.

Wenn auf einem Rechner nur FAMOS <= 6.0 R7 und kein imcStudio installiert ist, tritt der Fehler auf

Abhilfe:

Update auf FAMOS 6.0 R8 Für ältere Versionen von FAMOS (5.0, 4.0, etc.) ist ein kostenpflichtiges Update auf die aktuelle FAMOS-Version empfohlen, da der neue Kurvenmanager auch neue Funktionen mitbringt.

Ich kann meine Geräte nicht ausbauen und verschicken, was kann ich tun?

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot für maßgeschneiderten Vor-Ort-Service.

Zusätzlich können wir auch z.B. mit Leihsystemen zur Überbrückung arbeiten oder wir nutzen bei Ihnen geplante Stillstandszeiten, z. B. Werksferien oder Zeiten für die Instandsetzung, parallel für Servicearbeiten, wie Justage, Systempflege, Wartung. Auch bieten wir für alle Dienstleistungen einen Expressservice an.

Gerne beraten wir Sie bei der Erstellung von optimal auf Ihre Bedingungen abgestimmten Prüfplänen.

Kontaktieren Sie unsere Hotline, wir finden eine Lösung!

Was ist eine Justage?

Die Justierung (Justage) ist das Einstellen oder Abgleichen eines Messgerätes, um bekannte systematische Abweichungen für die vorgesehene Anwendung zu beseitigen. Es ist also - im Gegensatz zur Kalibrierung - immer ein Eingriff erforderlich, der eine bleibende Veränderung verursacht. Es sei betont, dass die Justage eines Messgerätes dessen Kalibriergeschichte zerstört. Es ist danach keine Aussage mehr möglich, ob und wie weit sich das Messgerät in seinen Messeigenschaften verändert hat.

Ich übergebe Daten aus FAMOS mit fünf Dezimalstellen, es kommen aber nur zwei Dezimalstellen an. Wo kann man das ändern?

FAMOS alle Versionen: DDE-Transfer

Ich übergebe Daten aus FAMOS mit fünf Dezimalstellen, es kommen aber nur zwei Dezimalstellen an. Wo kann man das ändern?

Unter "Extra"/"Optionen"/"Sonstige-DDE"
-> "Genauigkeit" gewünschte Stellenanzahl vorgeben

Excel 2007-Dateien importieren und exportieren mit Famos 5.0, 6.0 oder 6.1?

MS Excel 2007 und Famos 5.0:

Ab der Version 5.0 Revision 7 wird der EXCEL 2007-Import und -Export standardmäßig unterstützt.

Um Excel 2007-Dateien unter älteren Famos 5.0-Versionen öffnen zu können, gibt es einen Patch: Patch Im8form_famos5.zipfileadmin/Public/Service_Training/FAQ/imc_Software/imc_FAMOS/Datentransfer_diverser_Dateiformate_von_und_nach_FAMOS/FAMOS_5.0_6.0_6.1_MS_Excel_2007_Dateien/Im8form_famos5.zip

Entpacken Sie diese Datei und kopieren den Inhalt ins Verzeichnis „C:\Programme\imc\Shared“

MS Excel 2007 und FAMOS 6.0/6.1:

Excel-Export von Dateien im Excel2007-Format (*.xlsx) wird ab der Version 6.0 Revision 5 unterstützt.

Warum bekomme ich unplausible Messwerte an meinem Messsystem angezeigt?

Häufig lässt sich das Problem auf eine unzureichende Erdung der Geräte bzw. Schirmung der Signalleitungen zurückführen. Durch Potentialunterschiede zwischen den Modulen und anderen, angeschlossenen Geräten, z.B. Laptop, BusDAQ usw. kommt es zu Ausgleichsströmen, die Störungen verursachen können und im schlimmsten Fall das Modul zerstören können.

Abhilfe
1. Erdung des CANSAS Moduls

Das dunkel eloxierte Aluminiumgehäuse selbst ist aufgrund der Eloxalschicht nicht oder nur schlecht leitend. Zur Erdung sind daher die Gehäuse- bzw. Verriegelungsbolzen der DSUB-Anschluß-Buchsen zu verwenden.

2. Schirmung der Signalleitungen

Grundsätzlich ist zur Einhaltung der Grenzwerte bezüglich EMV und Funkentstörung die Verwendung von geschirmten und geerdeten Kabeln notwendig. In vielen Fällen ist die Benutzung eines kostengünstigen, mehradrigen und einfach geschirmten Kabels (auch für mehrere Kanäle) ausreichend, siehe Bild 1.

Dagegen kann es in anderen Fällen nötig sein, doppelt geschirmtes Kabel zu verwenden, d.h. ein gemeinsamer geerdeter (CHASSIS) Mantelschirm, in dem (auch mehrere) individuelle Koaxleitungen geführt werden.

Insbesondere unter folgenden Bedingungen kann dieses Verfahren nötig sein, um erhöhte Störeinkopplung (”Rauschen”) zu vermeiden:
- "hoher” Innenwiderstand der Signalquelle (> 100 Ohm)
- nicht geerdete Signalquellen (isoliert oder hochohmig gegenüber CHASSIS und/oder Bezugsmasse der Versorgung)
Siehe dazu Bild 2.

3. Erdung vom CAN-Bus

Bei langen CAN-Bus Leitung zwischen dem geerdeten Modul und dem CAN-Datensammler (Messgerät) kann es zu Ausgleichsströmen auf dem Bus kommen. Daher darf der CAN-Bus Schirm nur einseitig aufgelegt werden.

Weitere Hinweise finden Sie im CANSAS Handbuch, Version 1.6, Kapitel 5.4

Ist imc ein akreditiertes / zertifiziertes Prüflabor?

imc betreibt kein akkreditiertes Kalibrierlabor, wir setzen aber die Forderungen der ISO 17025 in unserem eigenen QM-System konsequent um. imc ist seit Mai 1995 nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert.

Beinhaltet die Kalibrierung auch eine Justage/Abgleich?

Ja. Die imc Kalibrierung beinhaltet eine Eingangskalibrierung (Feststellung der Istwerte, über Abweichungen außerhalb der Toleranzen werden Sie informiert), eine kurze Funktionsprüfung, einen erneuten Abgleich und anschließende Kalibrierung, siehe zusätzlich (1).
Sie erhalten einen Werkskalibrierschein ohne Messwerte, die Protokolle sind aber optional erhältlich.

Die imc Systeminspektion beinhaltet eine aus Herstellersicht komplette Funktionsprüfung, bei der auch versteckte Fehler gefunden werden können. Sie erhalten einen Servicebericht.

(1) Auf Wunsch können wir Ihnen auch die Dienstleistung „Nur Kalibrierung“ anbieten (keine Justage, kein weiterer Funktionstest) bzw. nur Funktionstest (Systeminspektion). Seit 2005 haben wir daher folgende Artikel in unsere Preisliste aufgenommen:

  • Kalibrierung (Beinhaltet: Eingangskalibrierung, Werkskalibrierschein nach ISO 9001)
  • Justage (Beinhaltet: Eingangskalibrierung, Justage, Ausgangskalibrierung, Werkskalibrierschein als Kalibriernachweis nach ISO 9001)
  • Systeminspektion (Beinhaltet Systemüberprüfung, Funktionsüberprüfung, Servicebericht)


Die von uns empfohlene und von unseren Kunden geschätzte imc-Kalibrierung ist die Kombination aus Justage und Systeminspektion. Mehr Infos dazu im Flyer "Systempflege".

Mein mobiles Messgerät wird mit unterschiedlichsten Sensoren und Kabelsätzen betrieben, was bedeutet das für die Kalibrierung?

Laut Herstellerspezifikation führen wir Funktionstest und Kalibrierung an den imc Klemmsteckern durch. Zusätzlich machen wir im Rahmen der Systeminspektion einen Funktionstest "über alles" soweit kundenspezifische Anschlusstechnik zur Verfügung steht und auf Wunsch, bei Lieferung kundenspezifischer Anschlusstechnik, auch eine Kalibrierung "über alles".

Unter Umständen verändert sich die Messunsicherheit für den Fall der Verwendung von unterschiedlichen Sensoren und Verkabelungen, die bei der Kalibrierung des Messsystems nicht zur Verfügung standen.

Sie sollten die zulässigen Toleranzen für Ihre Messung dahingehend überprüfen.

Was ist eine Rechtssichere Kalibrierkette?

Der Ablauf, dass ein Messmittel mit Hilfe eines höherwertigen Normals kalibriert wird und dieses wiederum mit einem noch höherwertigeren Normal kalibriert wird, wird als Kalibrierkette bezeichnet.
Ziel dieser Kalibrierkette ist die Rückführung der Messmittel auf die Nationalen Normale.

Können auch nur einzelne Kanäle kalibriert werden?

Auf Wunsch kalibrieren wir auch einzelne Kanäle nach kundenspezifischem Prüfplan.

Die imc DEVICES-, imc STUDIO- oder imc CANSAS-Bedienoberfläche lässt die Hinterlegung von Korrekturgrößen für den Offset oder die Verrechnung von speziellen Kennlinien zu, die anwendungsbezogen geladen werden können. Dies benutzen wir z.B. bei unseren Prüfstandsapplikationen.

Eine Justage einzelner Kanäle mit fester Hinterlegung der Korrekturwerte im Speicher der Baugruppe ist i.a. nicht möglich bzw. sehr aufwändig, es können nur ganze Baugruppen oder Systeme insgesamt justiert werden.

Darüber hinaus wäre die aufwändigere Prüfmittelverwaltung für komplexe Messsysteme, bei denen nur einzelne Funktionen justiert oder kalibriert sind zu erwähnen.

Haben Sie spezielle Wünsche, kontaktieren Sie bitte unsere Hotline.

Wie oft muss ich kalibrieren?

Um dauerhaft richtige Messungen durchführen zu können, müssen die verwendeten Prüfmittel in regelmäßigen Abständen überwacht bzw. kalibriert werden. Dieser Zeitraum entspricht dem Kalibrierintervall. Eine häufig gestellte Frage ist die nach den notwendigen Kalibrierintervallen für Mess- und Prüfmittel.

Dazu lässt sich keine eindeutige Antwort geben (es gibt in den meisten Fällen auch keine gesetzliche oder normative Regelung), da eine Kalibrierung immer eine Momentaufnahme ist. Die Kalibrierintervalle hängen u.a. von folgenden Faktoren ab, z. B. sind dies das zulässige Toleranzband der Messgröße, die Beanspruchung des Messmittels, die Ergebnisse der zurückliegenden Kalibrierungen, die erforderliche Messgenauigkeit und nicht zuletzt die Festlegungen des Qualitätssicherungssystems in den Firmen.

Grundsätzlich gilt eine Kalibrierung nur zum Zeitpunkt ihrer Durchführung. Die Festlegung von Rekalibrierfristen liegt immer in der Verantwortung des Nutzers. Grundsätzlich sollte das Kalibrierintervall so angepasst werden, dass das Gleichgewicht zwischen Risiko und Kosten optimal ist.

Das bedeutet, dass der Abstand zwischen zwei Kalibrierungen letztendlich vom Anwender selbst festgelegt und überwacht werden muß. Unsere Empfehlung für das Kalibrierintervall liegt bei 1-3 Jahren. Um den Kunden bei der Festlegung des Intervalls nicht allein zu lassen, bieten wir eine Beratung durch unsere Mitarbeiter an. Standardmäßig empfehlen wir ein Kalibrierintervall von 1 Jahr in unseren technischen Datenblättern.

Wie finde ich heraus, ob ein Gerät eine CAN1 oder CAN2 Schnittstelle besitzt?

  1. Schließen Sie Ihr Meßgerät an den PC an
  2. Öffnen Sie imc DEVICES und verbinden Sie sich mit dem Gerät
  3. Gehen Sie nun auf: Geräte -> Eigenschaften...
  4. Nach der Speicherabfrage öffnet sich das Fenster Gerätekonfiguration
  5. In der Tabelle finden Sie den Eintrag MFBus-Modul
  6. Klicken Sie auf das "+" am linken Rand der Spalte, es wird eine neue Reihe ("Typ") sichtbar
  7. Auf der rechten Seite der Reihe können Sie nun den Typ des Feldbusinterface ablesen
  8. Bei der Bezeichnung CAN (MCAN) handelt es sich immer um ein CAN 1 Interface
  9. Bei der Bezeichnung CAN (MBUS_X) handelt es sich immer um ein CAN 2 Interface

Kalibrierung: Welche Punkte eines Messbereiches werden angefahren? Wird jeder Messbereich/Betriebsart überprüft? Wie überprüft bzw. kalibriert imc die einzelnen Messkanäle?

Bei der Kalibrierung nach imc Herstellerspezifikation wird an jeden Kanal in jedem funktionsbestimmenden Messbereich ein Sollwert eines Kalibrators mit dem Messwert des Systems verglichen. Daraus wird ein Korrekturwert gebildet und beim anschließenden Abgleich im Gerätespeicher abgelegt. Nach dem Abgleich folgt eine erneute Kalibrierung. Die Protokolle werden für 10 Jahre bei imc (elektronisch) archiviert. Die verwendeten Prüfmittel unterliegen der imc-Prüfmittelüberwachung und sind auf Nationale Normale gemäß ISO 9001 zurückgeführt.

Die je Gerät zu kalibrierenden Größen hängen von der Geräteausstattung ab; im allgemeinen wird eine DC-Spannungskalibrierung (Offset und Verstärkung über 3 Punkte), eine Kalibrierung interner Referenzquellen (z. B. PT100 Stromquelle) sowie bei Temperaturmessgeräten eine Temperaturkalibrierung (Thermoelement Typ K, 1 Messpunkt mit Isothermalbox) durchgeführt.

Um nach dieser Spezifikation prüfen zu können, muss die Kalibriervoraussetzung erfüllt werden; dies geschieht in Funktionstests vor und nach der Kalibrierung, bei dem weitere Messpunkte nach imc Prüfplan mit pass/fail Aufschrieb geprüft werden, z.B.:
- Offsetmessung und Rauschtest mit Kurzschluss direkt am Gerät bei hoher Abtastrate ohne Filter
Hintergrund: Bei zu hohen Offsets oder zu hohem Rauschen liegt ein Defekt vor, der die     Kalibriervoraussetzungen ggf. verletzt. Zu hohes Rauschen kann durch Mittelung der Signale zu  einem scheinbaren Offset bzw. zu scheinbaren Nichtlinearitäten führen.
- Prüfung von Referenzspannungen, Versorgungsspannungen
- Prüfung der vom Prüfling ausgegebenen Kalibriersignale (z. B. Kalibriersprung bei Brücken)
- Prüfen von Grundfunktionen wie Auto-Brückenabgleich
- Prüfen der Leistungsaufnahme

Diese Prüfungen erfolgen im allgemeinen während der Aufwärmzeit.
Der Prüfplan zur Bestätigung der Kalibriervoraussetzung wird bei neuen Erkenntnissen im Service ggf. angepasst.

Der bestandene Funktionstest gemäß imc Prüfplan als Kalibriervoraussetzung mit anschließender Kalibrierung nach imc Herstellerspezifikation führt zur Konformitätsaussage
„Auf Nationale Normale zurückgeführt kalibriert nach Herstellerspezifikation“.

Speziell vom Auftraggeber geforderte weitere Messpunkte werden danach zusätzlich kalibriert.
Einige Prüfpläne und weitere Erläuterungen finden Sie in unserem Artikel „Serviceablauf von imc-Messgeräten: Kalibrierung, Abgleich, Wartung, Reparatur und sonstige Dienstleistungen“

Was beinhaltet die Messmittelüberwachung?

Das Ziel eines Prüfmittelmanagementsystems ist, die Qualität der Messungen an Produkten und Prozessen sicherzustellen. Dazu sind im wesentlichen zwei Aufgaben zu beachten:

  1. Qualität der Messprozesse, d.h. wie gut die Durchführung der Messungen ist
  2. Qualität der Prüfmittel, d.h. wie gut die Prüfmittel für die Messaufgabe geeignet sind

Um die Qualität der Prüfmittel sicherzustellen, müssen

  • Prüfmittel eindeutig gekennzeichnet werden
  • Anforderungen an Prüfmittel definiert werden
  • Prüfmittel regelmäßig dahingehend überprüft werden, ob sie die definierten Anforderungen erfüllen, d.h. sie müssen regelmäßig kalibriert (und ggf. justiert werden)
  • Prüfmittel, die zur Kalibrierung benutzt werden, sich auf nationale oder internationale Normale zurückführen lassen (bzw. auf dokumentierte Kalibriergrundlagen, wenn keine solchen Normale existieren)
  • Prüfmittel so gehandhabt werden, dass deren Eigenschaften nicht beeinträchtigt werden

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss ein Prüfmittelmanagementsystem eingeführt werden, das auch den weiteren betrieblichen Aufgaben gerecht wird.

In Unternehmen müssen Prüfmittel für alle benötigten Messungen verfügbar sein, das heißt für alle vorkommenden Einheiten. Dazu ist ein Überblick über alle im Unternehmen vorhandenen Prüfmittel erforderlich.

Die Durchführung von Messungen setzt voraus, dass alle dazu verwendeten Prüfmittel kalibriert werden.

Dürfen, wie in TS16949/QS 9000 gefordert, nur akkreditierte Labore beauftragt werden?

Die Forderung der QS 9000, der ISO/TS16949 und anderer Managementsysteme nach einer Akkreditierung richtet sich an Prüf- bzw. Kalibrierlaboratorien, die von Zulieferern an die Automobilindustrie beauftragt werden. Durch die Akkreditierung der Kalibrierverfahren nach z. B. DIN EN ISO/IEC 17025 (Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien) soll die Kompetenz nachgewiesen werden, wobei die Akkreditierung durch einen unabhängigen Dritten eine (sehr transparente) Form des Kompetenznachweises ist.

Alternativ bietet z. B. die QS 9000 eben diesen Zulieferern die Möglichkeit, auch auf den Hersteller des Prüf-Equipments für eine Kalibrierung zurückzugreifen. Diese Hersteller müssen aber nicht zwingend akkreditiert sein, sondern können auf anderem Wege ihre Kompetenz darlegen, z. B. durch Selbsterklärung, Qualitätssicherungsvereinbarungen oder Audits. Natürlich findet sich im Regelwerk (QS 9000) selbst die entsprechende Textstelle (QS 9000 3rd edition, 4.10.6 Forderungen an Laboratorien des Lieferanten).
Jedoch ist durch die anzuwendende Norm DIN EN ISO/IEC 17025 eine Akkreditierung als Prüf- oder Kalibrierlabor nicht gefordert.

Erfolgt immer ein Funktionstest?

Der beste Funktionstest ist die von imc empfohlene Systeminspektion:

Im Rahmen der imc Systeminspektion wird ein Funktionstest des gesamten Gerätes durchgeführt (z. B. digitale Ein-/Ausgänge, Stromversorgungen, analoge Ausgänge je nach Geräteausstattung).

Jedes Gerät durchläuft darüber hinaus eine Stück-Endprüfung (Funktionstest und Kontrollmessung einzelner Kanäle mit Kalibrator); während dieses Endtests wird jeder Kanal angemessen, es werden u.a. Rauschtests und ein Bandbreitentest vorgenommen sowie die internen Versorgungsspannungen überprüft; hier kann auch auf kundenspezifische oder gerätespezifische Bedingungen eingegangen werden (z. B. kann die Kennlinie eines speziellen MIC-Kanals überprüft werden). Funktionstest und Endprüfung werden seriennummernbezogen imc intern dokumentiert; der Kunde erhält einen Servicebericht.

Ist eine Messmittelüberwachung wirklich nötig?

Die Verwaltung und Überwachung der eingesetzten Prüfmittel soll bewirken, dass

  • Prüfung und Instandhaltung von Prüfmitteln gewährleistet sind,
  • nur geeignete Prüfmittel zur Prüfung von Produkten und Prozessen auf Konformität mit Forderungen eingesetzt werden,
  • die erforderliche Genauigkeit von Prüfmitteln (einschließlich der Normale) sichergestellt ist,
  • die Rückführbarkeit auf übergeordnete Normale gewährleistet ist,
  • Reklamationen vermieden werden, deren Ursache in fehlerhaften Messergebnissen liegt,
  • keine i.O.-Produkte ausgesondert werden und keine n. i.O.-Produkte weiterverarbeitet oder versandt werden,
  • Kunden und Zertifizierern die Konformität der Prüfmittelüberwachung mit den Anforderungen nachgewiesen werden kann,
  • eine Übersicht über alle eingesetzten bzw. vorhandenen Prüfmittel verfügbar ist,
  • das Mitarbeiterbewusstsein hinsichtlich der Ausführung von Prüfungen und der Handhabung der Prüfmittel verbessert wird.
Was muss ich beim Gebrauch von Li-Ion Akkus beachten?

Wegen der unvermeidlichen Selbstentladung der Li-Ion Akkus (Smart Batterien) wird empfohlen, das Gerät nach spätestens 3 Monaten Betriebspause wieder an eine Versorgung anzuschließen bis die internen Li-Ion Akkus wieder voll geladen sind.

  • Die Ladung der Akkus erfolgt automatisch bei anliegender Versorgung und eingeschaltetem Gerät.
  • Ladedauer pro Li-Ion Akku: bis zu 3 Stunden
  • Bei Lagerung von entladenen Smart Batterien kann deren interner Schutz vor Tiefenentladung aktiviert werden.
    Beim nächsten Ladevorgang wird dann zu Beginn nur mit einem sehr kleinen Ladestrom zum Reaktivieren der Smart Batterie geladen, was die gesamte Ladedauer entsprechend verlängert.
  • Die Lagerung von entladenen Smart Batterien ist nicht zu empfehlen und kann unter Umständen die Li-Ion Akkus (das Akkupack) unbrauchbar machen!
  • Kapazität pro Li-Ion Akku:

    • 69 Wh (klein, CRFX/HANDLE-LI-IO-L)
    • 95 Wh (groß, CRC/B-Li-IO-1 und -2)



* Betrifft imc CRONOScompact (CRC/B-Li-IO-1 und -2) und imc CRONOSflex (Power Handle: CRFX/HANDLE-LI-IO-L)

Weitere Informationen finden Sie in dem Dokument Zusatzinformation Li-Ion-Akkus

Das Handbuch und technische Daten finden Sie in unserem Dowload-Center

Warum ist imc gleich gut qualifiziert wie ein akkreditiertes Prüflabor?

Dies in DAR-4-EM-03 „Leitfaden zur Rückführung im Prüfwesen“ dargestellt, unter Abschnitt 3 „Instrumente der Rückführung im Prüfwesen“ – Kompetenznachweis - Messtechnische Rückführung auf SI-Einheiten steht (Auszug):
...
Danach können die entsprechenden Forderungen der DIN EN ISO/IEC 17025 als erfüllt gelten, wenn
...
(3.1.3) ein Kalibrier- oder Prüfschein vom Hersteller der Mess- oder Prüfeinrichtung vorliegt, welcher die Kalibrierung und die Rückführung auf SI-Einheiten mittels dokumentiert rückgeführter Bezugsnormale im Sinne des Punktes 3.1.5 und unter Nutzung allgemein anerkannter Verfahren darlegt bzw. die Kalibrierung und die Rückführung auf SI-Einheiten durch ein kompetentes Kalibrierlaboratorium darlegt;
...
(3.1.5) die Kalibrierung im Prüflaboratorium mittels allgemein anerkannter und festgelegter Verfahren erfolgt und dafür geeignete Bezugsnormale, die durch ein kompetentes Kalibrierlaboratorium außerhalb oder innerhalb des Prüflaboratoriums rückführbar kalibriert wurden, zur Verfügung stehen;

Die Punkte 3.1.3 und 3.1.5 werden durch die imc Prüfmittelverwaltung sicher gestellt, daher ist imc gleich gut qualifiziert wie ein akkreditiertes Prüflabor.

Gibt es für mein Messgerät eine SSD Festplatte zum Nachrüsten?

Ja die gibt es!

Verfügbar ist eine interne 128 GB SSD Festplatte (SATA) für imc CRONOSflex (CRFX-400,CRFX-2000) und für CRONOScompact.
Eine SSD Festplatte bietet Ihnen den wesentlichen Vorteil der Rüttelfestigkeit gegenüber IDE Festplatten.
Einen weiteren Vorteil bietet der verfügbare Temperaturbereich. Die bisher verfügbaren IDE Festplatten waren von 0°C bis +50°C spezifiziert. Die SSD Festplatte ist für einen Temperaturbereich von -10°C bis +70°C spezifiziert.

Grundsätzlich gilt: Nicht jede Handelsübliche SSD Festplatte funktioniert in den imc Messgeräten. Die von uns angebotenen Festplatten wurden von uns speziell ausgewählt und getestet.

Für weitere Fragen steht Ihnen gerne Ihr Vertriebspartner oder unsere technische Hotline zur Verfügung.

Was ist bei Flashdisks zu beachten?

Flashdisks: Was ist zu beachten?

Prinzipiell kann jede handelsübliche CF-Speicherkarte verwendet werden. Allerdings unterscheiden sich die am Markt erhältlichen Karten in Schreib-/Leserate, Timing und der Leistungsaufnahme. Im "Worst-Case" führt dies zu Datenverlust.

Bitte beachten Sie deshalb unser White Paper zum Thema „Hinweise zum Gebrauch von Wechseldatenträgern“.

Achtung: Wir empfehlen werkseitig getestete Flashdisks zu verwenden, denn ein Datenüberlauf bedeutet Verlust von Messdaten!

Kann ich imc Messgeräte nur bei imc kalibrieren lassen? Kann ich ein imc Messgerät selbst kalibrieren? Wer kann imc Messgeräte kalibrieren?

Natürlich können Sie jedes akkreditierte Kalibrierlabor mit der Kalibrierung beauftragen. Oft ist es dem Anwender mit Hilfe seiner hauseigenen Kalibrierstelle auch relativ einfach möglich, selbst die verwendeten Messkanäle zu kalibrieren bzw. es wird ohnehin vor jeder Messung eine Kalibrierung der gesamten Messkette durchgeführt. In diesen Fällen empfehlen wir eine Wartung der Messsysteme alle 24 bis 60 Monate je nach Typ und Anwendung. Gerne sind wir Ihnen bei der Erstellung von Prüfplänen behilflich.

Justage und ein kompletter Funktionstest für die imc Messgeräte sind zurzeit nur bei imc möglich.

Arbeitet imc mit einem akkreditierten Kalibrierlabor zusammen? Welches akkreditierte Kalibrierlabor kann imc empfehlen?

Die bei imc verwendeten Referenzen und Normale werden regelmäßig im Rahmen unserer Prüfmittelüberwachung in akkreditierten Kalibrierlaboren kalibriert und ggf. justiert.

Viele unserer Kunden haben akkreditierte Kalibrierlabore mit Ihrer Prüfmittelüberwachung beauftragt. Diese beauftragen wiederum uns als kompetenten Hersteller mit allen Servicearbeiten, die über eine Kalibrierung hinausgehen wie Justage, kompletter Funktionstest, Systempflege, Wartung, Reparaturen, Leihgeräteservice etc. Insofern arbeiten wir mit allen Kalibrierstellen der Firmen und selbständigen Kalibrierlaboren seit Jahren eng und kooperativ zusammen. Da die Kompetenz der akkreditierten Kalibrierlabore durch unabhängige Begutachter regelmäßig überprüft wird, können wir hier keine besondere Empfehlung geben.

Wo kann ich das für eine Kalibrierung oder Justage benötige Equipment kaufen?

Gerne bieten wir Ihnen entsprechendes Zubehör an: Für eine Kalibrierung benötigen Sie i.a. die gerätespezifische Anschlusstechnik; wahrscheinlich Musterprotokolle und einen Prüfplan. Gerne sind wir Ihnen bei der Erstellung von Prüfplänen und Schulungsplänen für Ihr Personal behilflich.
Der Erwerb des für eine Justage / Kompletttest nach Herstellerspezifikation benötigten Equipments sowie der Erwerb und Erhalt des „know how“ sind jedoch nur wirtschaftlich, wenn Sie sehr viele (> 100) gleichartige Systeme regelmäßig prüfen müssen bzw. bei sehr hohen logistischen Aufwendungen für Versand. Typische Servicearbeiten (Reparatur, Systempflege, Update, Umbau, Wartung) sind jedoch weiterhin nur bei imc möglich.

Zertifikat (Werkskalibrierschein): Warum sind standardmäßig keine Messwerte pro Kanal angegeben?

Im Allgemeinen genügt unseren Kunden der imc Werkskalibrierschein mit Kalibrierzertifikat nach DIN EN ISO 9001 für ein Gerät. Die imc Kalibrierung beinhaltet eine Eingangskalibrierung (Feststellung der Istwerte, über Abweichungen außerhalb der Toleranzen wird der Anwender informiert), eine komplette Funktionsprüfung, einen erneuten Abgleich mit anschließender Kalibrierung. Der Anwender erhält einen Werkskalibrierschein ohne Messwerte.

Der Werkskalibrierschein erklärt die Gültigkeit der Kalibrierung anhand der aufgeführten Seriennummern (Identifikation des Prüflings); über die Seriennummern des Systems und der Messmodule erfolgt eine eindeutige Zuordnung zu den Protokollen mit den Messwerten; in den Dateiköpfen der Protokolle sind die jeweils verwendeten Prüfmittel und Referenzen mit Ihren imc Prüfmittelnummern aufgeführt.

Optional kann ein kompletter Protokollsatz mit Messwerten und Liste der verwendeten Prüfmittel bestellt werden (Messwerte “wie erhalten” + “nach Abgleich”). Solch ein kompletter Protokollsatz wird z. B. für Trendanalysen zur Bestimmung von Kalibrierintervallen oder im Rahmen von Typtests und Qualitätssicherungs-Audits benötigt, ist aber für einen zurückgeführten Kalibriernachweis nach z. B. ISO 9001ff nicht notwendig. Wir liefern diesen vollständigen Protokollsatz nicht standardmäßig mit, um Kosten für uns und unsere Kunden zu sparen. Die Kalibrierprotokolle mit den Messwerten werden jedoch immer automatisch archiviert und sind 10 Jahre nachlieferbar.

Kommen Geräte zu uns zu Servicearbeiten, wie Inspektion, Wartung oder Reparatur, liefern wir zusätzlich einen Servicebericht, auf dem alle Arbeiten vermerkt sind.

Warum sollte mit jeder Reparatur oder Kalibrierung eine Systeminspektion verbunden werden?

Das Gerät kommt vollständig funktionsgetestet (und ggf. sicher repariert) zurück zum Anwender!

Die imc Systeminspektion ist der beste und sicherste 100% Funktionstest, bei dem auch versteckte Fehler gefunden werden.

Bei Reparaturen ist oft auf Grund des Fehlers oder wegen Teiletausch ein Neuabgleich erforderlich

Beispiel: Netzteildefekt wird gemeldet.
Fehlerbild: defekte Eingangskanäle belasten das Netzteil.
Zusätzlich: DAC (Analoge Ausgänge) Kanal 2 defekt.

Warum dauert eine imc Kalibrierung so lange?

Typischerweise beträgt die Durchlaufzeit bei imc für eine Kalibrierung / Justage oder eine Systeminspektion auf Grund der hohen Prüfschärfe und der Aufwärmzeiten 7-10 Werktage. Dazu kommen Zeiten für Versand, Auftragsklärung, Absprachen bei unvorhergesehenen Reparaturen etc.
Um Totzeiten zu vermeiden, ist es wichtig, dass Serviceaufträge vor Wareneingang bei imc weitestgehend geklärt sind.

Wenn Sie vermuten, Ihr Gerät wäre defekt bzw. benötigt eine Kalibrierung, Systemupdate oder einen Umbau, so ist es in jedem Fall nötig vor dem Versand unsere Hotline zu kontaktieren. An der Hotline erhalten Sie auch eine RMA-Nummer (Rücksende-, Vorgangs- und Auftragsnummer).

Um Ihnen diesen Vorgang zu erleichtern, können Sie im Internet ein Formular herunterladen, dass Sie uns per Fax oder Email zusenden.

Oder rufen Sie uns einfach an!

Bitte schicken Sie keine Geräte ohne uns vorher kontaktiert und eine RMA-Nummer erhalten zu haben.

Sie können mit uns auch im Rahmen von Serviceverträgen feste Reaktionszeiten oder einen Expresservice vereinbaren!

Was bedeutet das bei Neugeräten mitgelieferte Kalibrierzertifikat?

Standardmäßig liefern wir zu allen Messgeräten einen Werkskalibrierschein mit einer Auflistung der Gerätemodule mit Ihren Seriennummern. Dieser Schein ist praktisch eine Erklärung, dass wir (auf Nationale Normale) zurückgeführt kalibriert haben. Die Kalibrierprotokolle mit den Messwerten werden automatisch archiviert und sind optional lieferbar (bis zu 10 Jahre auch nachlieferbar). Im Protokollkopf sind die jeweils verwendeten Prüfmittel mit ihrer imc internen Prüfmittelnummer angegeben, darüber und durch unser Prüfmittelmanagement nach ISO 9001:2008 ist die Rückführung gewährleistet.

Können Sie mir die Messwertprotokolle auch in elektronischer Form bereit stellen?

Auf Wunsch erzeugen wir aus dem Protokollsatz eine PDF Datei. Bitte beachten Sie, dass ein vollständiger Geräteprotokollsatz auch schon einmal mehr als 300 Seiten umfassen kann.

Mit Servicevertrag können wir Ihnen die Protokollsätze im Internet zum Download bereit stellen. Fragen Sie nach unserem Web-Service. Dafür richten wir Ihnen einen mit Passwort geschützten, eigenen Bereich ein.

Ich habe zwei Kalibrierscheine erhalten, welcher ist der richtige?

Die imc Kalibrierung beinhaltet eine Eingangskalibrierung (Feststellung der Istwerte, über Abweichungen außerhalb der Toleranzen werden Sie informiert), eine kurze Funktionsprüfung, einen erneuten Abgleich und eine anschließende Ausgangs-Kalibrierung.

Der Protokollsatz der Eingangskalibrierung wird mit „[Kalibrierscheinnummer]_C“ gekennzeichnet. Der Protokollsatz nach Justage und erneuter Kalibrierung ist ohne Zusatz gekennzeichnet mit „[Kalibrierscheinnummer]“

Warum ist die imc Kalibrierung so teuer?

Alle Kunden stehen unter Preisdruck und natürlich werden regelmäßig die laufenden Betriebskosten im Service und zur Systempflege angesprochen. Oft herrscht große Unsicherheit beim Anwender (dessen Chef das Budget hat) und dem internen oder externen Kalibrierlabor. Bis 2003 waren wir alle stets unsicher in unseren Aussagen und verwendeten obendrein noch unklare Begriffe (z.B. Kalibrierung... was ist das eigentlich?)

Die wesentliche Konsequenz für uns war, dass wir die Preisliste und unsere Terminologie geändert haben:
- Systemkalibrierung = System-Inspektion + (Eingangs-) Kalibrierung + Justage
- Systemrevision = Inspektion plus update
- Systemumbau = inkl. Sytemrevision

Zusätzlich haben wir neue Dienstleistungsartikel wie Systempflege, Expressservice, Gewährleistungsverlängerung und individuelle Serviceverträge in unser Programm aufgenommen und das Ganze läuft nun seit drei Jahren sehr erfolgreich und mit sehr gutem Feedback.

Die Kalibrierung bei imc ist nicht teurer, als z. B. in einem Kalibrierlabor. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass wir den Komplettservice aus einer Hand bieten, sparen Sie Zeit, Kosten und Nerven!

Vergleichen Sie ruhig die Kosten der letzten 3 Jahre im Service mit den Anschaffungskosten!
„Wir schützen Ihre Investition!“ ist unser erfolgreiches Motto. Testen Sie uns!

Manchmal bekomme ich von imc ein Testzertifikat und kein Kalibrierzertifikat, was ist der Unterschied?

Bei rein digitalen Modulen (wie z.B. DI, DO, ENC, INC, imc BUSDAQ) oder nach Test von Geräten im Service, bei denen keine Kalibrierung bestellt ist, zertifizieren wir den Funktionstest mit einem Testzertifikat. Das ist eine freiwillige Zusatzleistung von imc, es besteht kein Rechtsanspruch.

Messwerte dafür werden i.a. nicht archiviert, können aber gegen Aufpreis aufgenommen werden; es ist aber keine nachträgliche Lieferung der Messwerte möglich.

Beispiel imc CRONOS-PL (CRPL/BR-4) mit Preisen

Der CRPL-BR-4 ist ein Messeinschub für die Meßsystemfamilie imc CRONOS-PL
Folgende Grundfunktionen kann der Nutzer einstellen (je Kanal):

+ Brücke TF: 9 x 3 Messbereiche @ 5V, 2,5 V, 1 V

+ Brücke DC: 9 x 3 Messbereiche @ 5V, 2,5 V, 1 V

+ Jeweils 4 Modi (Voll-Brücke, Halb-Brücke, Viertel-Brücke 120 Ohm, 350 Ohm)
    (= 216 Bereiche Brückenmessung)

+ DC-Verstärker: 13 Messbereiche Gleichspannungsmessung 5 mV .. 50 V

= 229 Grundmessbereiche (weiter möglich Strommessung, ICP-Messung)

DKD 2622 Blatt 20 beschreibt die Kalibrierung von Gleichspannungsmessverstärkern
In dieser Richtlinie wird u.a. die Kalibrierung von vorzugsweise 10 Stützstellen je Polarität und Messbereich empfohlen, darüber hinaus eine 6 malige Wiederholprüfung2 = 6 x 4.580 Messpunkte je Kanal.

Entwickelt man aus dieser Empfehlung einen Prüfplan mit 5 Stützstellen je Messbereich (keine Wiederholprüfungen) so wären für eine Kalibrierung der vollen Messfunktionalität des 4-Kanal Messverstärkers
4.580 Messpunkte zu kalibrieren.
Wichtig! Dann wurde aber auch nur eine Abtastzeit sowie eine Filtereinstellung kalibriert!

Bei manueller und vollständiger Prüfung und bei angenommener Prüfzeit von 1 min pro Messpunkt (Einschwingzeit, Messwertaufnahme z.B. in Excel) ergibt sich eine Prüfzeit von mehr als 70 h oder ca. 10 Arbeitstage. Bei Veranschlagung eines Stundensatzes von 95 EUR wären dies mehr als 7000 EUR bei Abrechnung nach Aufwand; einige Kalibrierlabore rechnen nach Messpunkten ab ...

Diese Vorgehensweise ist wirtschaftlich sehr aufwändig, nicht für die Serienprüfung geeignet und wird daher sicher nur in Ausnahmefällen als Kalibriernachweis zur Anwendung kommen.

Eine Alternative für eine Konformitätsaussage „Nutzbare Messfunktionalität wurde kalibriert“ ist die Kalibrierung nach imc Herstellerspezifikation:
Gleichzeitig mit der Entwicklung des Messverstärkers erfolgt auch die Entwicklung der Verfahren für die Justage und Kalibrierung, die Verifikation ist Ziel der Typprüfung. Dabei müssen verschiedene Parameter wegen Ihrer Abhängigkeit von Bauteileeigenschaften und der Betriebstemperatur justiert werden, weitere Parameter wie die gewählte Abtastrate oder die gewählte Filterung dürfen nach den Designvorgaben die Messgenauigkeit nicht beeinflussen.

Als ein Abnahmeergebnis entstehen die Verfahren, die letztendlich in der Serienfertigung sowie im Service als Optimum aus Prüfschärfe, Normenkonformität und Wirtschaftlichkeit angewendet werden.


Gemäß der imc Herstellerspezifikation für den BR-4 werden folgende Messpunkte justiert und kalibriert (jeweils 4 Kanäle):

+ DC 5 mV ... 50 V:
Verstärkung: 13 Messbereiche * 3 Messpunkte,
+ Offset 13 Messpunkte (208 Messpunkte)
+ interne Referenzgrößen (nicht extern zugänglich): 18 Messpunkte
+ TF-Modus Vollbrücke, Versorgung 5 V, Tiefpaß 10 Hz
   in den Messbereichen 1 mV/V, 10 mV/V, 50 mV/V, 200 mV/V: 16 Messpunkte
+ DC Modus Vollbrücke 9 Messbereiche: 108 Messpunkte

= in Summe 350 Messpunkte

Um nach dieser Spezifikation prüfen zu können, muss die Kalibriervoraussetzung erfüllt werden; dies geschieht in Funktionstests vor und nach der Kalibrierung, bei dem weitere Messpunkte nach imc Prüfplan mit pass/fail Aufschrieb geprüft werden:

- Offsetmessung und Rauschtest mit Kurzschluss direkt am Gerät bei hoher Abtastrate ohne Filter
Hintergrund:
Bei zu hohen Offsets oder zu hohem Rauschen liegt ein Defekt vor, der die Kalibriervoraussetzungen ggf. verletzt. Zu hohes Rauschen kann durch Mittelung der Signale zu einem scheinbaren Offset bzw. zu scheinbaren Nichtlinearitäten führen.
- Prüfung von Referenzspannungen, Versorgungsspannungen
- Prüfung der vom Prüfling ausgegebenen Kalibriersignale (z. B. Kalibriersprung bei Brücken)
- Prüfen von Grundfunktionen wie Auto-Brückenabgleich
- Prüfen der Leistungsaufnahme


Diese Prüfungen erfolgen im allgemeinen während der Aufwärmzeit.
Der Prüfplan zur Bestätigung der Kalibriervoraussetzung wird bei neuen Erkenntnissen im Service ggf. angepaßt.

Der bestandene Funktionstest gemäß imc Prüfplan als Kalibriervoraussetzung mit anschließender Kalibrierung nach imc Herstellerspezifikation führt zur Konformitätsaussage
„Auf Nationale Normale zurückgeführt kalibriert nach Herstellerspezifikation“.

Beispiel:
Die Baugruppe CRPL/BR-4 hat einen Listenpreis von 3.335 EUR. (alle Preise Stand 2010). Die Justage für den CRPL/BR-4 kostet 110 EUR und beinhaltet Eingangskalibrierung, Justage, Ausgangskalibrierung und Werkskalibrierschein. Optional ist auch eine einfache Kalibrierung ohne Justage für 99EUR bestellbar, wenn auch nicht empfohlen. Ein Protokollsatz mit den Messwerten wie unten beschrieben ist für 15 EUR mit – oder nachlieferbar.

Mit den o.g. Preisen ergeben sich für diese Konformitätsaussage Kosten je Messpunkt von
< 0,32 EUR / Messpunkt (mit Messwertprotokoll 0,36 EUR) für die Justage inkl. Eingangskalibrierung bzw.
< 0,29 EUR / Messpunkt (mit Messwertprotokoll 0,33 EUR) für die Kalibrierung ohne Justage.

Kosten der Justage inkl. Eingangskalibrierung: 3.3 % vom Anschaffungspreis (mit Messwertprotokoll 3,8 %)
Kosten der Kalibrierung (ohne Justage): 3.0 % vom Anschaffungspreis (mit Messwertprotokoll 3,4 %)

In unserem Artikel „Serviceablauf von imc-Messgeräten: Kalibrierung, Abgleich, Wartung, Reparatur und sonstige Dienstleistungen“ haben wir weitere Beispiele mit Preisangaben erläutert.

 

² DKD2622, Blatt 20 (Entwurf 09/2003) Zitat Abschnitt 3.2.3: ... Zur Charakterisierung des Verhaltens von Messverstärkern für einen definierten Eingangssignalbereich wird das Ausgangssignal des Messverstärkers bei äquidistant verteilten Eingangswerten (vorzugsweise an zehn Stützstellen je Polarität) – abhängig von dem zur Verfügung stehenden Spannungsverhältnisnormal – vorzugsweise 6-mal wiederholt gemessen

Normen, verwendete Quellen und Literaturhinweise

Die häufigsten Fragen zur Kalibrierung haben wir in einem Artikel auf unserer Homepage zusammengefasst: www.imc-berlin.de/support => Kalibrierung von imc Messgeräten

Bei Interesse senden wir Ihnen gerne unser Qualitätsmanagement-Handbuch (auf CD) zu.
Siehe auch: www.imc-berlin.de/messtechnik => Kundendienst => Qualitätssicherung

Managementsysteme, Prüfmittelüberwachung, Begriffe (siehe auch www.beuth.de)


• DIN EN ISO 9000 ff: 2000: Qualitätsmanagementsysteme
• QS 9000 3rd edition (1994): Quality Systems Requirements QS 9000
(Chrysler Corp., FORD Motor Corp., General Motors Corp.)
• ISO/TS 16949 (2002) Forderungen an ein Qualitätsmanagementsystem
(dt. Übersetzung in DIN Fachbericht 78)
• VDA 6.1: Forderungen an ein Qualitätsmanagementsystem
VDA Band 6 Teil 1 (Verein der Deutschen Automobilindustrie e. V.)
• DIN 55350-11 (1987): Begriffe der Qualitätssicherung und Statistik;
Grundbegriffe der Qualitätssicherung
• DIN: Internationales Wörterbuch der Metrologie (1994)
• DIN 1319-1:1995: Grundlagen der Meßtechnik - Teil 1: Grundbegriffe
• DIN EN ISO 10012 (2004): Messmanagementsysteme - Anforderungen an Messprozesse und Messmittel
• DIN EN ISO/IEC 17025:2005 Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ersetzt EN 45000, setzt ISO Guide 25 um)


Kalibrierrichtlinien für elektrische Messmittel

• DIN ISO 10012-1: Messüberwachungssysteme
• ISO 8402 (1986): Qualität Begriffe
weiterhin: DIN 55350 T 11-15, 17, 18, 21-24, 31 (Begriffe) + DIN Taschenbuch 223


DKD Richtlinien, sonstige (siehe auch http://www.dkd.ptb.de)

• VDI/VDE/DGQ/DKD 2622 (Entwurf): Kalibrieren von Messmitteln für elektrische Größen (beschreibt allgemein Kalibrierverfahren)
Blatt 3: Kalibrierrichtlinien für Digitalmultimeter
Blatt 4: Kalibrierrichtlinien für Oszilloskope
Blatt 5: Funktionsgeneratoren
Blatt 11: Kalibrierrichtlinien für Spektrumanalysatoren
Blatt 20: Kalibrierung von Gleichspannungsmessverstärkern
• DKD-R 5-5 regelt die Kalibrierung von Temperaturanzeigegeräten
• DKD-R 6-1 regelt die Kalibrierung von Druckmessmodulen
• DKD-3: Angabe der Messunsicherheit bei Kalibrierungen
• DKD-4 (1991) Rückführung von Prüfmitteln auf nationale Normale
• EA Richtlinien (European cooperation for Accreditation of Laboratories):
Übersicht: DAR-INF2, z. B.
DAR-EM6: Interne Audits und QM-Bewertung in Laboratorien
DAR-EM32: Anleitung zur Akkreditierung nach ISO/IEC 17025
DAR-EM23: Sammlung von Begriffen
• DIN V ENV 13005: Leitfaden zur Angabe der Messunsicherheit beim Messen (identisch mit Guide to the expression of uncertainity in measurement = GUM)

Qualität im Internet
http://www.qm-infocenter.de
QM-Infocenter des Hanser-Verlages (Qualität und Zuverlässigkeit)

DIN 31051 von 2003 definiert die Instandhaltung inklusive Schwachstellenanalyse mit entsprechenden  Maßnahmen, siehe die Zusammenfassung in http://de.wikipedia.org/wiki/Instandhaltung

 

Wo finde ich die Angaben zur Messunsicherheit?

Frage: Bei unserem Akkreditierungsaudit wurde vom Auditor beanstandet, dass die Gesamtmessunsicherheit der bei Ihnen zur Kalibrierung verwendeten Messkette im Kalibrierzertifikat nicht angegeben ist. Um zukünftige Probleme bei unserer Akkreditierung zu vermeiden, bitten wir um eine Angabe der Messunsicherheit Ihrer zur Kalibrierung verwendeten Messkette in den Kalibrierungsunterlagen.

Die Gesamtmessunsicherheit der Messkette geben wir in unseren technischen Datenblättern an sowie im Kalibrierschein im Feld Bemerkungen.
Die Messunsicherheitsangabe im Kalibrierschein bezieht sich auf die gesamte Messkette vom Vergleichsnormal bis zum Prüfling!
z.B. Messunsicherheitsangabe: < 0,05 % vom eingestellten Messbereichsendwert bzw. < 1 K wenn nicht anders im Protokoll angegeben.
Dadurch werden die Unsicherheiten des Normals, des Prüfaufbaus, bei Wiederholmessung, zwischen verschiedenen Prüfständen, der Raumtemperatur sowie des Prüflings bereits berücksichtig!

Im Manual wird die Verstärkerunsicherheit als <0,05% "von der Anzeige" definiert; hier müsste sicher "vom Verstärkungsbereich" stehen?

< 0,05% von der Anzeige ist in diesem Fall die richtige Formulierung für den Verstärkungsfehler; vom angezeigten Wert, nicht vom Messbereichsendwert.

D.h. der absolute Fehler ist bei kleinen Werten kleiner als bei großen (Verstärkungsfehler).

Der Offsetfehler ist in % vom Messbereichsendwert (in der Bedienoberfläche einstellbar) angegeben. Der Gesamtfehler setzt sich u.a. aus Offset- und Verstärkungsfehler zusammen.

Mitunter gibt es "Interpretationsspielraum" und daraus resultierend Nachfragen bei Audits hinsichtlich der Angaben zum Ausstellungsdatum und Kalibrierdatum auf den Kalibrierscheinen, können Sie das bitte erläutern?

Die Erläuterung wurde ab 09/2006 als Fußnote auf dem Kalibrierschein aufgenommen.

Ausstellungsdatum:
Tag der Erstellung des Kalibrierscheins. Wenn nicht anders angegeben, ist das Ausstellungsdatum auch das Datum der letzten Kalibrierung durch imc. Eine Zweitausfertigung eines Kalibrierscheins (certified copy) ist entsprechend gekennzeichnet.

Datum der letzten Kalibrierung:
Ist das Ausstellungsdatum des Kalibrierscheins abweichend zum Datum der letzten Kalibrierung, so geben wir dieses Datum zusätzlich auf dem Kalibrierschein an.
Technisch bedingt kann der Protokollsatz für ein Messsystem aus mehreren Protokollen bestehen mit u.U. unterschiedlichem Datum der Durchführung der jeweiligen Kalibrierung. Das Datum der letzten Kalibrierung entspricht dann dem Erstelldatum des letzten Kalibrierprotokolls, welches zum Messsystem gehört.

Kann imc auch eine DKD Kalibrierung durchführen?

Für die von uns gelieferten imc-Messgeräte bieten wir keine DKD-Kalibrierung an. Wir können jedoch auf Anfrage ausschließlich Kalibratoren mit DKD-Kalibrierschein verwenden. Dies müsste jedoch sinnvoller Weise bereits bei der Bestellung angegeben werden. Bei der Entwicklung unserer Kalibrierverfahren berücksichtigen wir die Verfahren, wie sie z.B. beim DKD beschrieben werden.

Was sagt die „fail“ Bewertung im Kalibrierprotokoll aus?

Die Eingangskalibrierung erhält eine "fail" Bewertung, wenn ein Kanal die maximale Toleranz überschreitet. Die Eingangskalibrierung beschreibt also den IST-Zustand vor der Justage. Nach der Eingangskalibrierung erfolgt die Justage aller Kanäle, anschließend wird das mit der Ausgangskalibrierung überprüft und nachgewiesen. Auf der Ausgangskalibrierung darf keine "fail" Bewertung vorkommen, denn sie beschreibt den IST-Zustand nach der Justage.

Die Toleranz für die Abweichung eines Kanal bei der Kalibrierung ist sehr viel enger definiert als die Toleranz laut technischem Datenblatt.

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