15 Jahre imc und ADDITIVE

Eine gelungene Symbiose

Ein gutes Beispiel für Innovation, Wachstum und internationaler Konkurrenzfähigkeit sind die Firmen imc Messsysteme GmbH, Berlin und ADDITIVE Soft- und Hardware für Technik und Wissenschaft GmbH in Friedrichsdorf bei Frankfurt. Seit 15 Jahren befassen sich die beiden arbeitsteilig organisierten Firmen in einem etwas unkonventionellen, gemeinsamen Marktauftritt mit der Datenerfassung physikalischer Messgrößen.

Allerorts hört man Klagen über schlechte Geschäfte und schwindende Konkurrenzfähigkeit. Massenentlassungen, 5 Millionen Arbeitslose im Winter - Schreckgespenst Rezession. Ist das, was wir lesen die ganze Wahrheit? Ist die Katastrophe wirklich so groß, die Stimmung und Lage so schlecht? Oder ist es nicht vielmehr so, dass die Wirtschaftspresse immer nur 10% der Firmen im Auge hat, die dann 90% der schlechten Nachrichten verbreiten? Klar ist es wenig spektakulär über ein kleines Unternehmen zu berichten, welches 50 oder 100 Mitarbeiter hat und gerade wieder 14 Ingenieure einstellt - wie imc und ADDITIVE im laufenden Jahr. Sicher ist auch der Routineeinsatz innovativer Messsysteme für universelle Aufgaben bei der Erprobung von Fahrzeugen mit Auftragswerten im Bereich von 20.000 – 500.000 € wenig dazu angetan, Publikumsinteresse zu erzeugen.

Doch sind es diese unspektakulären mittelständigen, nur einem kleinen Fachpublikum bekannten Firmen, die den Karren ziehen. Von Unternehmern (und nicht Managern) ruhig und unaufgeregt geführt, seriös finanziert und immer mit Blick auf den Weltmarkt, der sich nur durch besonders innovative Produkte von Deutschland aus erobern läßt.

Eine gelungene Symbiose
Ein gutes Beispiel für Innovation, Wachstum und internationaler Konkurrenzfähigkeit sind die Firmen imc Messsysteme GmbH, Berlin und ADDITIVE Soft- und Hardware für Technik und Wissenschaft GmbH in Friedrichsdorf bei Frankfurt.

Seit 15 Jahren befassen sich die beiden arbeitsteilig organisierten Firmen in einem etwas unkonventionellen, gemeinsamen Marktauftritt mit der Datenerfassung physikalischer Messgrößen.

Ähnlich wie in einem Konzern mit unterschiedlichen Profit Centern arbeiten hier zwei juristisch getrennte Firmen symbiotisch zusammen. Die klassischen Konflikte an problematischen Schnittstellen innerhalb des Unternehmens (z.B. Entwicklung/Vertrieb) werden so weitgehend vermieden. Bei imc in Berlin finden Forschung, Entwicklung und Produktion statt.

ADDITIVE arbeitet als Systemhaus an der Vertriebsfront, entwickelt kundenspezifische Applikationssoftware und zeichnet für das gemeinsame Marketing verantwortlich.

Die Konzentration auf streng definierte Marktsegmente gepaart mit einer klaren Entwicklungs- und Produktpolitik führten zu stetigem und kontinuierlichem Umsatzwachstum und gesunden Erträgen.

imc Messgeräte sind weit und vor allem in der Fahrzeugindustrie und im Maschinenbau verbreitet. Insgesamt wurden in den 15 Jahren cirka eine viertel Millionen Messkanäle verkauft und in Einsatz gebracht. Es gibt wohl keine Kfz-Firma weltweit, die weniger als 100 Messkanäle von imc im Einsatz hat. In Kernkraftwerken sind seit den frühen 90er Jahren mehrere 1000 Messkanäle im Dauereinsatz zum Beispiel in Störwerterfassungssystemen.

imc Messsysteme wurden bei der ABS und ESP Entwicklung und Erprobung genauso eingesetzt wie bei neuen Schaltgetrieben, die ohne Kupplung funktionieren, neuer Lichttechnik, innovativen Fahrzeugsitzen oder bei der Erprobung fertiger Kraftfahrzeuge. In Versuchszügen von ICE 3 und Transrapid haben Versuchs-, Inbetriebnahme- und Entwicklungsingenieure mit imc-Messsystemen und imc-Analysesoftware erfolgreich gearbeitet und wurden dabei von unseren Applikationsingenieuren erfolgreich unterstützt.

Erfolgsfaktor Power User
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor beider Firmen ist die Fähigkeit auf kundenspezifische Wünsche einzugehen.

„Ganz nah an einer konkreten Messaufgabe und meist in Entwicklungsabteilungen der Fahrzeugindustrie, des Maschinenbaus oder in Instandhaltungsabteilungen von EVUs sind wir zu Hause“ –, beschreibt Peter Scholz geschäftsführender Gesellschafter von ADDITIVE und verantwortlich fürs Marketing, das Geschäftsfeld.

„Unsere Innovationskraft resultiert aus der Kundennähe und dem Interesse und der Fähigkeit eine Messaufgabe technisch und preislich optimal zu lösen“ ergänzt Prof. Dr.-Ing. Klaus Metzger, einer von 4 Gründern und Gesellschafter von imc.

„Die Schlacht wird an der Front geschlagen und da steht der Entwicklungsleiter, nicht im Labor sondern beim Kunden, der der eigentliche Chef der Entwicklung ist und das Produkt ganz wesentlich mitgestaltet“ - ergänzt Dr.-Ing. Franz Hillenbrand, Gesellschafter und Entwicklungsleiter bei imc.
Dies passiert unkompliziert und unbürokratisch, indem gute Kontakte zu „Power Usern“ gepflegt werden. Power User sind nicht gleichbedeutend mit umsatzstarken Kunden. Power User sind technisch besonders engagierte und stark fordernde Kunden, die heute schon fordern was der Mainstream-Markt erst morgen braucht. Die sich gedanklich mit den zukünftigen messtechnischen Herausforderungen beschäftigen und diese mit uns offen diskutieren. Diese Power User sind es, die den besonderen Kick in die Entwicklung bringen und die es uns erlauben anders, schneller und nützlicher zu sein.

Erfolgsfaktor Innovation
Wesentliche Innovationen im Bereich der physikalischen Messtechnik waren der frühe Einsatz von MS-Windows in Signalanalyse Software (imc FAMOS, 1998) und für die Geräte Betriebssoftware (imc MUSYCS 1990), wobei das Thema Echtzeitfähigkeit und die gesamte Messgerätesteuerung mittels DSPs bis heute im Messgerät realisiert werden. Erste Ethernet/TCPIP vernetzbare Messsysteme werden bereits seit 1995 angeboten.
Seit 1996 werden Bus Interfaces (z.B. für den CAN-Bus) zur gemischt synchronen analog/digital Datenerfassung angeboten.

Derzeit wird verstärkt im Feld der mobilen und ultrakompakten Messgeräte (Mikrosystemtechnik) geforscht und entwickelt. Abgeschlossene Forschungsprojekte, z.B. zur Miniaturisierung von Messgeräten oder z.B. Sensorkennung für Messverstärker, fließen gerade in reale Produkte ein.

Erfolgsfaktor Export
imc und ADDITIVE beschäftigen heute im Inland, an den zwei Standorten Berlin und Frankfurt, gemeinsam ca. 130 hochqualifizierte Mitarbeiter, überwiegend Ingenieure. Gemeinsam ist man im Export aktiv. Der Exportanteil ist stark wachsend und beträgt heute ca. 35%. Alle Märkte mit einer starken Fahrzeugindustrie werden mit strategischen Partnern, an denen teilweise auch Beteiligungen gehalten werden, bedient. 2002 wurde mit der imc DataWorks LCC. eine US-Dependance gegründet.

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